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Bison-Damen brechen in Portugal nach 35 starken Minuten ein

ELDAGSEN. Außer Spesen nichts gewesen? So sieht es für die Rollhockey-Frauen des SC Bison Calenberg nach dem 1:10 (0:3) im Europapokal-Hinspiel beim portugiesischen Vizemeister Stuart HCM zumindest aus. Milan Brandt war trotzdem zufrieden.

Auch eine „Weltklasse-Leistung“ von Claudia Mayer konnte die klare Bison-Niederlage nicht verhindern. Foto: Gömann
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„35 Minuten lang haben wir richtig gutes Rollhockey gespielt“, sagte der Bison-Trainer mit hörbar ramponierter Stimme – vor knapp 400 lautstarken Zuschauern.

Nicht nur die Kulisse war für die Bisonspielerinnen gewöhnungsbedürftig, sondern vor allem die Spielfeldgröße. 44 x 24 Meter misst die Fläche in Massamà, einem Vorort von Lissabon. In Eldagsen spielen die Bisons auf einem 36 x 18 Meter großen Feld. „Das hat man an der Kondition irgendwann gemerkt“, sagte Brandt.

In der ersten Halbzeit reichte die Kraft jedoch, um den portugiesischen Halbprofis Paroli zu bieten. Brandt hatte zur Vorbereitung Videos von Stuart HCM aus der Vorsaison gesehen, „aber sie haben noch zwei erfahrene Spielerinnen dazubekommen und waren noch stärker als erwartet“, sagte er. Seine Mannschaft allerdings auch. Die Gäste gestalteten die erste Halbzeit ausgeglichen. Claudia Mayer im Tor zeigte „eine Weltklasse-Leistung“, so Brandt. Nur wollte vorne das Tor nicht fallen.

Den Ehrentreffer zum 1:3 hob sich Anna Hartje für die Drangphase direkt nach dem Seitenwechsel auf. Die dauerte allerdings nur zehn Minuten. Dann ließ die Kraft nach, die Gastgeberinnen machten mit drei schnellen Treffern in Folge alles klar. Angesichts der besiegelten Niederlage gab Brandt nun allen Spielerinnen Einsatzzeiten. Das Rückspiel in Eldagsen steigt am 2. Dezember, „vielleicht können wir es auf unserer engen Bahn ein wenig enger gestalten“, so Brandt.

SC Bison Calenberg: Mayer, Sturm – Hartje (1), Johansson, Henckels, Schulze, Dobbratz, Hasenheit, Paul, Nowotka.

Die Bison-Herren verloren ihr Bundesliga-Auswärtsspiel ebenfalls. Das 0:4 (0:2) bei Titelfavorit TuS Düsseldorf-Nord war aber „ein gefühlter Sieg“, sagte der Bison-Vorsitzende Klaus Johansson. „Wir hatten nur fünf Feldspieler dabei“, so Johansson. Die Fünf kämpften allerdings aufopferungsvoll, standen defensiv sicher, zudem erwischte Torwart Damy Mertens einen Sahnetag.

SC Bison Calenberg: D. Mertens – R. Johansson, L. Johansson, J. Mertens, Stoffle, Tilborghs.

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