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Tarps Trainer Kai Nielsen vor dem Spitzenspiel über die bisherige Saison und die Perspektiven seiner Mannschaft

„Aufstieg in die 2. Liga ist für uns gar nicht realisierbar“

Ihr Team war lange Spitzenreiter, hat aus den letzten drei Spielen aber nur einen Punkt geholt – woran lag‘s?

Kai Nielsen

Wenn wir das wüssten, hätten wir es vielleicht besser gemacht. Aber es gibt Schlimmeres, als nach zwei Niederlagen noch Zweiter der 3. Liga zu sein. Natürlich waren wir enttäuscht, weil es vermeidbare Niederlagen waren. Jetzt müssen wir einige Dinge besser machen.

Welche Dinge?

Wir waren verkrampft, vielleicht haben wir uns nach den guten Spielen zu sehr unter Druck gesetzt. Vielleicht habe ich auch taktische Fehler gemacht.

Mit einem Sieg gegen Springe könnte ihr Team weiter im Rennen um den Titel mitmischen.

Wir sind Sportler genug, um möglichst viel erreichen zu wollen, und wenn wir die Chance haben, wollen wir auch Erster werden. Aber der Aufstieg in die eingleisige 2. Liga ist für den Verein gar nicht realisierbar.

Warum?

Ich bin zum Beispiel voll berufstätig, viele meiner Spieler sind in einer Phase, in der sie beruflich Fuß fassen müssen. Fast täglich trainieren und dann noch unter der Woche zum Beispiel in Süddeutschland spielen, ist nicht drin. Und wir haben ja mit Kiel und Flensburg europäische Spitzenteams in unmittelbarer Nachbarschaft, da sind die Zuschauer verwöhnt. Wir sind in der 3. Liga gut aufgehoben und können jungen Spielern aus der Region eine Perspektive bieten.

Sind Sie überrascht, dass Ihre Mannschaft so lange an der Spitze stand?

Wir haben eine eingespielte Mannschaft. Und wir haben davon profitiert, dass wir gut in die Serie gestartet sind. Aber uns war von vornherein klar, dass die Rückrunde um einiges schwerer wird, weil wir mehr Auswärtsspiele haben. Wir hatten zwei Ausrutscher, also steht Springe völlig verdient oben. Die haben mehr als die halbe Miete eingefahren.

Was erwartet die Springer in Tarp?

Normalerweise kommen 400 bis 500 Zuschauer, aber es ist ja jetzt eine besondere Konstellation. Auch wenn der Aufstieg nicht unser Ziel ist, wird das unsere sportliche Einstellung nicht schmälern. Wir wollen eine einigermaßen vernünftige Leistung abliefern.

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