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Offermann bislang wie die gesamte Mannschaft des FC Springe unter seinen Möglichkeiten

„Auch für uns schwer zu ertragen“

Fußball (jab). Was tun, wenn es spielerisch nicht läuft? „Dann muss man versuchen, über Einstellung und Kampf ins Spiel zu kommen“, sagt Dennis Offermann, Torjäger von Bezirksligist FC Springe. Den Kampf haben die Springer zuletzt beim 0:0 in Barsinghausen – zumindest nach Ansicht der Gastgeber – übertrieben. Josef Abbas zog sich im Kopfballduell mit Offermann einen Nasenbeinbruch zu. „Keine Absicht“, beteuert Offermann, „Ich habe ihn nicht gesehen.“ Nach einem Foul von Ruven Klimke verletzte sich auch Marcel Nolte schwer, Abbas Jaber kassierte wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Offermann sieht seine Elf aber nicht als Treter-Truppe: „Mit Absicht verletzten wir ja niemanden“, sagt er. Also wird der FCS auch im Heimspiel am Sonnabend (16 Uhr) gegen den TV Jahn Leveste nicht unbedingt körperlos zu Werke gehen.

Kann mehr, als er in dieser Saison bisher gezeigt hat: Dennis Of

Zumal die Partie in Barsinghausen auch an den Springern nicht spurlos vorbeigegangen ist: Sönke Wyrwoll hat bei einem Zusammenprall mit TSV-Keeper Marvin Wiencek eine angebrochene Rippe davongetragen. Jaber wurde bis zum 15. November gesperrt, Kapitän Julian Dettmer ist im Urlaub. Dafür kehrt immerhin der zuletzt beruflich verhinderte Sascha Buchholz zurück. Tim Dreyer ist weiter verletzt, Stefan Meyer erst wieder ins Training eingestiegen.

FCS-Trainer Franz Genschick muss also wieder einmal die Mannschaft umbauen. Für Offermann ist das ein Grund – „aber keine Ausrede“ –, warum der FCS derzeit eher kämpferisch als spielerisch überzeugt. „Das ist für die Zuschauer sicher schwer zu ertragen“, sagt er, „für uns aber auch. Wir machen im Moment zu wenig aus der Mannschaft, die wir haben.“ Immerhin spielte der FCS zuletzt zweimal zu Null. „Die Defensive steht ganz gut“, sagt Offermann, „das Loch zwischen Abwehr und Sturm ist aber noch zu groß.“

Wie die gesamte Mannschaft bleibt auch Offermann derzeit unter seinen Möglichkeiten. „Ich bringe noch nicht die Leistung, die ich bringen möchte und kann“, gibt er zu. Der 30-Jährige stößt allerdings auch nur bei den Spielen zur Mannschaft. Seit Beginn der Saison arbeitet er in Bremen, trainiert dort dreimal in der Woche bei Werders U23Team mit. „Ich kriege dort hervorragendes Training, habe auch schon einiges an Fitness gewonnen“, sagt er. „Aber ich bin eben nicht bei der Mannschaft, kriege die Besprechungen nicht mit. Ich telefoniere natürlich regelmäßig mit dem Trainer – aber die Situation ist nicht glücklich.“

Leveste hatten die Springer in der ersten Bezirkspokalrunde knapp mit 1:0 geschlagen. Wiederholen sie den Sieg, ziehen sie nach Punkten gleich. „Wir sind in der Lage, sie zu schlagen“, sagt Offermann, „wir müssen diszipliniert und taktisch gut eingestellt zu Werke gehen.“

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