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35. Springe-Deister-Marathon: Bedingungen „tip-top“ / Für heimische Athleten ist dabei sein alles

915 Läufer erreichen das Ziel – Rekord

Leichtathletik. Rekord! 915 Teilnehmer kamen auf den verschiedenen Strecken beim 35. Springe-Deister-Marathon der LLG Springe ins Ziel – mehr als je zuvor. Woran es liegt? „Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle“, sagt der LLG-Vorsitzender Frank Schrader. Dass die Veranstaltung zum zweiten Mal zur Aktion Laufpass gehört, sei „auf jeden Fall förderlich“, so Schrader. Dass es beim Zehn-Kilometer-Lauf, mit 368 Finishern erstmals stärker frequentiert als der Halbmarathon (332), diesmal von einem Sponsor ausgelobte Sonderpreise gab, auch. Vor allem aber: „Das Wetter hat super mitgespielt. Es war zwar frisch, aber trocken“, so Schrader.


Das befand auch Halbmarathon-Sieger Jörn Hesse aus Delligsen: „Die Bedingungen waren tip-top.“ Hesse hatte schon im Vorjahr gewonnen, war diesmal aber fast zwei Minuten schneller. „Als Titelverteidiger musst du schon was bringen“, sagte er. Zusätzliche Motivation für ihn: Thomas Bartholome war in diesem Jahr wieder dabei, „er ist eine Ikone in der hiesigen Laufszene“, so Hesse, „ihn zu schlagen ist was Besonderes, auch, wenn er nicht ganz fit war“. Nach acht Kilometern hatte Hesse die Führung übernommen, im Ziel hatte er 21 Sekunden Vorsprung.

Ihr Debüt in Springe gab Carola Wagner (Dassel) – und gewann gleich den Halbmarathon in 1:29:38 Stunden. „Ein schöner, abwechslungsreicher Lauf“, lobte sie. Zehn Sekunden nach Wagner kam Bernd Harbart aus Holtensen, der für die LG Wennigsen startet, ins Ziel. Er freute sich über seine persönliche Halbmarathon-Bestzeit: „Ich bin zum ersten Mal unter 1:30 geblieben.“ Das hatte er eigentlich erst beim Hannover-Marathon geplant. Wichtiger als die Zeit ist ihm allerdings das Dabeisein. „Springe macht immer einen Riesenspaß“, sagt er, „es sind viele Bekannte da – und der Berg kurz vor Alvesrode ist das Schönste.“

Das sehen freilich nicht alle so, vor allem die Marathonis, die den Anstieg gleich viermal bewältigen müssen. Da werden die Schritte mit jeder Runde schwerer. Von den heimischen Läufern wagte sich in diesem Jahr keiner auf die längste Strecke – und auch auf den anderen Distanzen lief keiner um den Sieg mit. Für die meisten ist der Springe-Deister-Marathon eben Vorbereitung: Imre Morva und Ines Heinze von den Triathleten des SC Bad Münder beispielsweise wollen im Juli den legendären Iron Man in Roth bestreiten. René Holenburg von der „Völksener Laufmasche“ trainiert für seinen ersten Marathon am 8. Mai in Hannover. Dort will auch Maik Wollenschläger vom FC Springe dabei sein. Der überraschte sich selbst. Eine Zeit von knapp zwei Stunden hatte er sich für den Halbmarathon vorgenommen – er kam nach 1:47:24 ins Ziel.

  • Zufrieden mit ihren Zeiten: Maik Wollenschläger...
  • ... und Bernd Harbart.
  • Flüssigkeitszufuhr: Daniel Behrens vom DLRG Springe nach der ersten von zwei Runden.
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