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Oranienburger HC nach der Pause chancenlos / 500 Zuschauer feiern das Lakenmacher-Team

41:26 – HF Springe liefern eine Galavorstellung

Handball. Bereits zwei Minuten vor dem Abpfiff hielt es die vom Freien Fanfaren Corps Alt Laatzen aufgepuschten 500 Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen: Bei einer 39:24-Führung feierten die Fans die HF Springe mit stehend dargebrachten Ovationen, als bei diesem Spielstand die Messe längst gelesen war. Am Ende stand ein 41:26 (16:15)-Kantersieg über den Oranienburger HC im Spielprotokoll.

Gegen die aggressive Deckung des Oranienburger HC fand Claus Kar

Autor:

Dieter Gömann

Das Team von Spielertrainer Sven Lakenmacher, der sich in diesem Heimspiel allein auf das Coachen von der Bank konzentriert hatte, zeigte in der zweiten Halbzeit eine Galavorstellung, als die Springer von Anbeginn mit neun Toren in Folge auf 25:15 davon gezogen waren. Das bedeutete praktisch die Vorentscheidung in dieser Begegnung, die von zwei unterschiedlichen Halbzeiten geprägt war.

„Wenn Du in der Abwehr 40 bis 50 Sekunden großartig gearbeitet hast und dann den Ballverlust quittierst, muss Du dich nicht über die Treffer des Gegners wundern. Über die erste Halbzeit muss man den Mantel des Schweigens legen“, so Lakenmacher.

In den ersten 30 Minuten waren die Gastgeber gar nicht so recht ins Spiel gekommen. Erst in der 13. Minute (6:5) gingen sie erstmals in Führung. 10:8 hieß es nach 19 Minuten, ehe danach die Springer viereinhalb Minuten lang ohne Treffer blieben, und die Gäste dann mit 12:10 in Führung gehen konnten. Das 13:15 egalisierten Fabian Hinz und Christopher Nordmeyer, bis schließlich Niklas Hermann (30.) mit seinem ersten Treffer das Springer Team mit einer 16:15-Führung in die Pause warf.

Die Gäste aus Brandenburg zeigten ihre Stärke in einer aggressiven und körperbetonten Deckungsarbeit, die - wie bei den Gastgebern - zu insgesamt zehn Strafwürfen im ersten Durchgang führte. Vom 3:3 bis 6:5 resultierten die Treffer einzig aus Siebenmetern, von denen Andreas Stange zu diesem Zeitpunkt einen parieren konnte.

Mit einem völlig anderen Gesicht kamen die HF Springe aus der Kabine und legten jetzt los wie die Feuerwehr. Da kam es zu dem erwähnten erfolgreichen Sturmlauf mit der Vorentscheidung. Erst nach 12 Minuten kamen die Gäste beim 25:16zum ersten Tor. Wiederum vier Treffer in Folge durch Deutsch, Nordmeyer, Hinz und Hermann ließen die Springer auf 29:16 (44.) davonziehen. Über ein 32:20 (50.) und 36:23 (55.) spulten die Springer das Spiel herunter, das beim 27:16 (43.) schon längst für die Gäste verloren war. Am Ende war der 41:26-Kantersieg perfekt.

„Meine Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit wieder Selbstvertrauen gezeigt und zu ihrer Leistung zurückgefunden. Wir waren mit mehr Herz, Einsatz und Kampf ins Spiel gegangen. Das gab schließlich den Ausschlag“, betonte Lakenmacher.

Aufseiten der Oranienburger stellte Trainer Peter Frank fest: „Das war eine ernüchternde Niederlage für uns, Glückwunsch an den Gegner nach diesem deutlichen Sieg. Zur Niederlage möchte ich mich nicht auslassen. Wenn man in 16 Minuten nur drei Tore erzielt, ist das zu wenig. Hier in Springe kann man verlieren. Die verlorenen Punkte holen wir uns im nächsten Heimspiel zurück. Dann liegen wir im Soll.“

HF Springe: Stange (1.-47.), König (48.-60.) – Hermann (3), Lakenmacher (n. e.), Bischoff, Habbe (8), Kahl (1), Karpstein (5), Nordmeyer (6/1), Fauteck (6). Gorpishin, Deutsch (3), Hinz (9/6).

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