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FC Springe feiert verdienten Sieg, der noch höher hätte ausfallen müssen / Alle Tore rausgespielt

3:0 – Wyrwoll schießt Exten im Alleingang ab

Fußball. Lebenszeichen an der Harmsmühlenstraße. Bezirksligist FC Springe gewann am Sonnabend sein Heimspiel überzeugend mit 3:0 (3:0) gegen Aufsteiger Eintracht Exten. Alle drei Tore erzielte dabei der unermüdliche Sönke Wyrwoll, der seine Trefferquote damit auf einen Schlag verdoppelte.

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Autor:

Jan-Erik Bertram

Als Wyrwoll in der Nachspielzeit der ersten Hälfte seinen dritten Treffer erzielte hatte, rannte er zur Torauslinie, zeigte mit den Fingern gen Himmel und sagte immer wieder: „Endlich!“. Endlich hatten die Springer ihre Überlegenheit mal wieder in Tore umgemünzt, und wenn es an der Partie gegen Exten aus FCS-Sicht irgendetwas zu meckern gab, dann nur, dass der Sieg nicht mindestens doppelt so hoch ausgefallen ist.

Exten fand nicht statt. In der 89. Minute landete eine verunglückte Franke von Matthias Appel am Pfosten, den Abpraller schoss Andreas Kramer drüber – mehr hatte der Aufsteiger im Angriff nicht zu bieten. Das Konzept der Springer ging aber auch auf. Die Gastgeber ließen Exten im Mittelfeld keinen Raum, störten früh, eroberten viele Bälle und nutzten ihren Raum zum Kontern.

Wie aus dem Bilderbuch entstand so das 1:0 schon nach fünf Minuten. Manndecker Hussein Faour eroberte den Ball und mit jeweils einem Ballkontakt von Sascha Buchholz, Ruven Klimke, Dennis Klippstein und Mark Helbig kam der Ball zu Wyrwoll, der noch Eintracht-Keeper Christian Krohn umkurvte und lässig einschob.

Danach drohte den Springern kurzzeitig das Spiel zu entgleiten. Sie fingen sich jedoch schnell wieder und hatten die Partie ab der 20. Minute fest im Griff – und Chancen fast im Minutentakt. Vor dem 2:0 setzte Klippstein, der neben Wyrwoll als zweite Spitze auflief, engagiert nach (38.) und setzte seinen Sturmpartner in Szene. Vor dem 3:0 wurde Wyrwoll von Buchholz, der am Tag vor dem Spiel seinen 26. Geburtstag feierte, auf die Reise geschickt. „Endlich haben wir mal die Tore gemacht, wenn wir Chancen hatten“, so Buchholz. Und Kapitän Julian Dettmer, die andere Hälfte der „Doppel-Sechs“ ergänzte: „Wir haben alle Tore schön rausgespielt.“

Nach dem Seitenwechsel ließ die Konzentration bei den Springern merklich nach. Es lag wohl an dem deutlichen Vorsprung und der kraftraubenden ersten Hälfte. Exten, einer der schwächsten Gegner, die sich in der laufenden Saison in Springe vorstellten, schlug daraus kein Kapital. Im Gegenteil. Trotz aller Nachlässigkeiten hatte der FCS noch zig klare Chancen. Nach dem Spiel stand eine Mannschaftsfeier an – das Bier dürfte besonders gut geschmeckt haben.

FC Springe: Hake – Faour, Geide, Dreyer – Helbig, Buchholz, Klimke, Dettmer, Wolfgram (73. Sperling) – Klippstein (73. Nieber), Wyrwoll (83. Ramser).

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Wyrwoll (5., 38., 45.+1)

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