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Enttäuschende Niederlage bei Füchse Berlin II / Chefcoach Oleg Kuleshov beim russischen Team

27:33 – HF Springe auf dem Tiefpunkt

Handball. Drei Niederlagen in Folge und zwei Unentschieden – das ist die Bilanz der Handballfreunde Springe aus den vergangenen fünf Spielen in der 3. Liga Nord. Zu wenig, um nach dem neunten Pflichtspiel aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Im Gegenteil – nach der enttäuschenden 27:33 (13:14)-Niederlage bei der Bundesliga-Reserve der Füchse Berlin hat sich die Mannschaft von Trainer Oleg Kuleshov auf dem vorletzten Tabellenplatz festgesetzt.

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Autor:

Dieter Gömann

Mit dem Kampf gegen den Abstieg haben sich Mannschaft, Trainer und Management nunmehr voll auseinanderzusetzen. Zwar beträgt der Abstand zum rettenden Ufer lediglich zwei Punkte, doch wenn nicht gegen die Füchse Berlin, gegen welchen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel soll dann noch gepunktet werden?

Es war einfach wieder eine erschreckend schwache Leistung. „21 Fehlversuche und 14 technische Fehler sind einfach zu viel. Das waren 25 Versuche, um einen Treffer zu erzielen. Es war ganz erschreckend schwach, und wir haben völlig zu Recht verloren“, brachte Betreuer Carsten Meyer die 60 Minuten von Berlin-Hohenschönhausen auf den Punkt.

Als die Gastgeber bereits nach 2:37 Minuten mit 3:0 in Führung gegangen waren, nahm Manager Dennis Melching die erste Auszeit. Er vertrat den bei der russischen Nationalmannschaft weilenden Chefcoach Oleg Kuleshov. Die Pause verfehlte nicht ihre Wirkung, das Team hatte sich gefangen, und Daniel Deutsch traf zum 4:4-Gleichstand (7:30).

Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der vor allem Andreas Stange im Springer Tor überzeugen konnte. Mit drei abgewehrten Strafwürfen und dem Vereiteln etlicher Berliner Großchancen konnte der 31-Jährige seine Mannschaft im Spiel halten.

Hätte die Abwehrleistung gestimmt und wären nicht so viele Abstimmungsfehler aufgetreten – die Gastgeber wären nicht in der Folge mit 10:7 Toren (15.) in Führung gegangen. Drei Minuten später konnte Berlin erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung herausspielen.

Überhastet abgeschlossene Angriffe und Pfosten- und Lattentreffer verhinderten auf Springer Seite Torerfolge. Gegen Ende der ersten Halbzeit gelang Mannschaftsführer Daniel Deutsch der 13:13-Ausgleich (28.), doch mit einer 14:13-Führung gingen die Gastgeber in die Pause.

„Wir hatten uns in der Kabine bei dem knappen Halbzeitstand noch sehr viel vorgenommen und uns aufgepuscht – aber es folgten auf dem Spielfeld keine Taten“, betonte Betreuer Meyer.Charalampos Mallios erzielte zwar den 14:14-Gleichstand, doch dann zogen die Berliner wieder auf und davon, und in der 45. Minute sahen sich die Springer einem 19:25-Rückstand ausgesetzt.

„Pfosten und Latte verhinderten das Verkürzen des Rückstandes, und wir sind förmlich eingebrochen“, so Meyer, der beim Neun-Tore-Rückstand (22:31) in der 51. Minute erkennen musste, „dass die Partie jetzt gelaufen war. Es war kein Aufbäumen der Mannschaft zu erkennen, und Andreas Stange verschonte die Springer vor einem Debakel.“

Am Ende standen die Handballfreunde mit leeren Händen da, und die Gastgeber feierten einen 33:27-Heimsieg. „Wir bringen momentan nicht die Qualität auf die Platte, um in der 3. Liga bestehen zu können“, so ein maßlos enttäuschter HF-Manager Dennis Melching.

Zu den beiden Langzeitverletzten Theodoros Evangelidis und Jendrik Meyer gesellte sich unter der Woche auch noch Nils Eichenberger. Er erlitt im Heimspiel gegen die TS Großburgwedel einen Innenbandanriss.

HF Springe: Stange, Kinne –, Deutsch (8), Mallios (6/1), Tzoufras (4), Karpstein (4), Riganas (2), Hinz (2), Gorpishin (1), Kolditz, Borgmann (n. e.).

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