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Nicht jede „Überschwemmung“ ist auch eine

Elementarversicherung muss nur zahlen, wenn auch das Grundstück unter Wasser steht
Nur wenn die Überschwemmung auch auf Straßen und Grundstücken erkennbar ist, muss die Versicherung zahlen. Foto: bilderbox

Springe/Bad Münder. In den vergangenen Jahren sind nach wiederholten Starkregenfällen auch in Springe und Bad Münder zahlreiche Hauskeller vollgelaufen. Doch nicht in allen Fällen muss die Versicherung für den Schaden aufkommen.

Strömt nämlich Regenwasser über eine schräge Garageneinfahrt in den Keller eines Hauses und staut sich dort bis zur Deckenhöhe an, ist das noch längst keine Überschwemmung. Zumindest nicht im Sinne einer Elementarschadensversicherung, die nur bei der Überflutung des gesamten Grund und Bodens eintritt, auf dem das versicherte Gebäude steht. Mit dieser Begründung hat jetzt das Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 5 U 160/11) einem Versicherer Recht gegeben, der die Begleichung eines solchen Gebäudeschadens verweigerte.

Für einen Versicherungsfall müssen sich erhebliche Wassermengen auf der Geländeoberfläche ansammeln – also auf dem versicherten Grundstück, aber außerhalb des Gebäudes. Läuft das Wasser dagegen etwa über eine Kellertür von der Straße in den betroffenen Gebäudeteil, tritt der Versicherungsfall nicht ein. Dafür reicht nämlich nach der entsprechenden Definition nicht aus, wenn sich Niederschlagswasser erst im Haus selbst ansammelt. Nach eigener Aussage des Grundstücksbesitzers hatte aber kein Wasser im Garten gestanden, sondern der Boden war dort lediglich „gesättigt nass“.

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