Nun ruhen die Hoffnungen der Anleger auf China, darauf, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt Maßnahmen ergreift, um ihre Konjunktur anzukurbeln. Nachdem die Aktienbörse auf der Stelle getreten hatte, brachte diese Hoffnung dem Deutschen Aktienindex (Dax) zum Ende vergangener Woche einen Schub – und er schaffte damit auf Wochensicht ein Plus von knapp 2,3 Prozent. Ob die bessere Stimmung in dieser Woche anhält, ist ungewiss. Zwar haben sich viele Investoren bereits in den Urlaub verabschiedet, aber die Euro-Schuldenkrise geht weiter. Die Unsicherheit der Anleger könnte schnell wieder die Oberhand gewinnen und es mit den Kursen abwärts gehen. Deshalb richtet sich der Blick der Börsianer auf die USA. Dort gibt es eine Reihe von Konjunkturdaten, die die Börsen stimulieren könnten. Heute werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, die Aufschluss über den Konsum der Amerikaner geben. Morgen kommen die Verbraucherpreise. Mit Spannung dürfte morgen und Mittwoch der Bericht von US-Notenbankchef Ben Bernanke verfolgt werden. Zugleich nimmt die Berichtssaison in den USA Fahrt auf. Heute präsentiert die Citigroup Zahlen für das zweite Quartal, morgen ziehen Goldman Sachs und Intel nach, am Mittwoch die Bank of America und Ebay, am Donnerstag dann Morgan Stanley, Microsoft – und der finnische Handy-Hersteller Nokia.
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