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Freier Blick auf marode Hölzer und Balken

Nettelrede (jhr). Die großen Überraschungen blieben aus - und darüber war Bauingenieur Christian Skibbe vom Amt für Bau und Kunstpflege der Landeskirche gestern nicht unglücklich. Auch ohne neue Schreckensmeldungen über den baulichen Zustand der 1863/64 im neogotischen Stil vom damaligen Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbauten Dionysius-Kirche in Nettelrede wird die Sanierung teuer genug - 380 000 Euro hat Skibbe veranschlagt. Dachdeckermeister Frederik Oltrogge von der Wolfsburger Bedachungsgesellschaft entfernte gestern mit seinem Team die Dachpfannen und legte den Blick auf das frei, was Skibbe und Gutachter bereits geahnt hatten: Feuchtigkeit hat die Balkenkonstruktion des Dachstuhls an vielen Punkten angegriffen, etliche Hölzer werden ersetzt werden müssen. Drei bis vier Wochen, so die Schätzungen, werden Zimmerleute für die Sanierung benötigen, ähnlich lange anschließend auch Oltrogge und seine Mannschaft für die Neueindeckung der rund 600 Quadratmeter Dachfläche. Verwendet werden Pfalzziegel, die den bisher verwendeten Ziegeln optisch gleichen, aber durch zusätzliche Verklammerung besonders fest sitzen werden.

Wie dringend notwendig auch Maurerarbeiten sind, stellte Skibbe gestern erneut fest. Sämtliche Fugen im Mauerwerk der Kirche sollen neu ausgestrichen werden, außerdem muss die Rollschicht, der Mauerabschluss, komplett neu befestigt werden.

Artikel vom 19.06.2008 - 00.00 Uhr
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