Lokalsport

„Wir sind stark genug, um nicht abzusteigen“
Von Dieter Gömann
Handball. Seit sieben Jahren ist Manuela Porcarelli Trainerin bei den Frauen der Handballfreunde Springe. Das Eigengewächs des Springer Handballs begann mit zwölf Jahren an der Harmsmühlenstraße, wurde als A-Jugendliche in die Damenmannschaft integriert, ehe sie nach einer Knieverletzung den Wettkampfsport aufgeben musste. Mit zuletzt zwei Heimsiegen in Folge hat sich ihre Mannschaft Luft im Abstiegskampf der Regionsoberliga verschafft.
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Nach acht Heimniederlagen in Folge hat Trainerin Manuela Porcarelli jetzt mit den Frauen der Handballfreunde Springe zwei Siege hintereinander in der Regionsoberliga feiern können. Foto: gö
Frau Porcarelli, im zweiten Heimspiel in Folge haben Sie mit Ihrer Mannschaft abermals einen Sieg errungen. Was ist das Geheimnis für den 29:20-Erfolg gegen Germania List II?

Wir waren konditionell besser auf der Höhe als unser Gegner. Wir konnten in der zweiten Halbzeit unser Tempospiel noch steigern und standen aggressiver in der Abwehr.

Davor haben Sie seit Saisonbeginn in den Heimspielen acht Mal das Parkett als Verlierer verlassen. Wo sehen Sie die Gründe dafür?

Das hat nichts mit einem Heimkomplex zu tun. In der Regionsoberliga wird ein ganz anderer Handball gespielt. Daneben trafen wir zu Hause auf Misburg, Neustadt und Langenhagen, die sich jetzt allesamt in der Spitzengruppe wiederfinden. Auswärts punkteten wir gegen Teams, die jetzt gleichfalls im Tabellenkeller stehen.

Wie haben Sie Ihre Spielerinnen motiviert, nach der Niederlagenserie einen freien Kopf zu bekommen?

Mit viel Spaß. Beim Training habe ich Wettkampfspiele eingeplant, und dabei wurde viel gelacht, um den Spaß am Handball wiederzufinden.

Sie haben das Aufstiegsrecht zur Regionsoberliga wahrgenommen, nachdem die Barsinghäuser Reserve nicht aufsteigen durfte. Haben Sie diesen Schritt bereut?

Keineswegs. Am Anfang waren Bedenken da, aber mit dem Team haben wir besprochen, den Aufstieg wahrzunehmen. Wir sind mannschaftlich ein starkes geschlossenes Team und wussten, dass uns Niederlagen nicht aus der Bahn werfen.

Mit 13 Spielerinnen bestritten Sie die Begegnung gegen Germania List. Kommen Sie mit diesem Kader über die Runden?

Grundsätzlich habe ich einen Kader von 19 Spielerinnen – wenn sie alle gesund und beruflich nicht verhindert sind. Damit sind wir zahlenmäßig gut bestückt.

Trotz zweier Siege liegt Ihr Team weiterhin auf dem viertletzten Tabellenplatz. Schauen Sie nur nach unten oder heißt die Devise sicheres Mittelfeld?

Die Devise heißt, nach oben schauen. Das zeigten die beiden vergangenen Begegnungen. Das erweiterte Mittelfeld ist für uns durchaus noch zu erreichen.

Haben Sie Gedanken an einen möglichen Abstieg verschwendet?

Sicherlich, der Gedanke an einen Abstieg kam bei mir und der Mannschaft aufgrund der Tabellensituation schon auf. Aber wir sind stark genug, um nicht abzusteigen.

Zwei Siege in Folge – ist der Knoten jetzt geplatzt?

Sicherlich gehen wir noch motivierter die kommenden Aufgaben an und hoffen auswärts und zu Hause auf weitere Punkte. Bei unseren knapp verlorenen Begegnungen in der Vorrunde hoffe ich auf ein umgekehrtes Ergebnis in den Rückspielen. Wir müssen eben 60 Minuten erfolgreich spielen und dürfen uns keine Durchhänger erlauben. Die werden in dieser Spielklasse postwendend bestraft.

Noch stehen sechs Begegnungen aus. Wie lautet Ihr Saisonziel?

Klipp und klar soll am Ende der Klassenerhalt herauskommen. Ich habe ein tolles Team, das sportlich und menschlich super zusammenpasst.
Artikel vom 09.02.2010 - 00.00 Uhr

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