Lokalsport
„Ich habe mich nur gefreut, dass ich spielen durfte“Handball (jab). Die Freude war groß über den ersten Titel der Saison. Die Feier der HF Springe nach dem erstmaligen Gewinn des HVN-Pokals war aber nicht allzu exzessiv. „Wir waren alle ziemlich kaputt nach zwei anstrengenden Spielen hintereinander“, sagt Fabian Hinz.
Der Youngster war der überragende Mann bei den Springern. Er gab im Halbfinale beim 39:26 gegen Lehrte über 60 Minuten und im Endspiel beim 41:28 gegen Soltau in der ersten Halbzeit Vollgas, als hätte man ihm eine Energie-Pille verabreicht. „Ich habe mich nur gefreut, dass ich mal wieder von Anfang an spielen durfte“ sagt der 20-Jährige. Die HF probierten erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an eine 5:1-Deckung aus – mit Hinz als offensivem Abwehrspieler. „Das hat Spaß gemacht, so ist man gleich im Spiel drin – und der Weg nach vorne beim Tempogegenstoß ist nicht so lang“, sagt Hinz.
Der Burgdorfer, der vor der Saison aus dem Bundesliga-Nachwuchs der TSV nach Springe wechselte, spielt auch in der kommenden Saison für die HF. „Es gab auch andere Anfragen, aber ich bin in Springe zufrieden. Wir haben uns schnell geeinigt“, so Hinz, der sich auf Linksaußen mit Routinier Dean Wood bestens ergänzt. Deshalb hofft er auch, dass Manager Dennis Melching und Trainer Sven Lakenmacher Wood, der aus zeitlichen Gründen in der kommenden Saison nicht mehr in der Regionalliga spielen will, doch noch überzeugen können, eine weitere Saison dranzuhängen: „Ich würde es begrüßen.“
Lakenmacher ist vor allem froh, dass sich Hinz für eine weitere Spielzeit in Springe empfohlen hat. Für den Trainer hat der 20-Jährige absolut das Potenzial, in der ersten oder zweiten Liga zu spielen – wenn er weiter behutsam aufgebaut wird. „Wir werden ihn nicht verheizen“, sagt Lakenmacher. „Fabian wird es für seine Karriere nicht bereuen, dass er erstmal in Springe bleibt.“
Angesichts der zwei anstrengenden Spiele am Sonntag gönnte Lakenmacher seiner Mannschaft gestern einen trainingsfreien Tag. Das Team traf sich stattdessen zur Erholung in der Salzhemmendorfer Ith-Sohle-Therme, um Kräfte zu sammeln für das kommende schwere Heimspiel am Sonnabend gegen die SG Achim/Baden.