Lokalsport
HF Springe ziehen ins Pokal-Halbfinale ein Handball (gö). Insgeheim erhofft – aber die 60 Minuten des Viertelfinalspiels mussten beim TV 87 Stadtoldendorf erst einmal gespielt werden. Das haben die Handballfreunde Springe gut gemeistert, und am Ende stand ein klarer 37:28-Erfolg im Pokalviertelfinale des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) beim Oberligisten zu Buche.

Beim 25:25-Unentschieden im Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck traf Daniel Deutsch sieben Mal ins Schwarze. Im Pokalspiel beim TV 87 Stadtoldendorf findet er sich nur einmal in der Torschützenliste der Handballfreunde Springe wieder. Foto: gö
Damit ist die Mannschaft von Spielertrainer Sven Lakenmacher in das Final Four eingezogen und will dann noch mehr erreichen, als den Einzug in das Halbfinale.
Bei den nach einer 1:23-Bilanz auf den 13. Tabellenplatz abgerutschten Homburgstädtern gab es für das Springer Team ein Wiedersehen mit ehemaligen Mannschaftskameraden: Gordon Wahl und Daniel Möhlenbruch liefen auf des Gegners Seite in diesem Pokalspiel auf und trugen sich mit einem und zwei Treffern in die Torschützenliste ein.
Der Auftakt der Begegnung lief gar nicht nach den Vorstellungen von Sven Lakenmacher. Lag es daran, dass der Spielertrainer nicht auf dem Feld stand, sondern von Anbeginn und bis zum Abpfiff nur die Rolle des Trainers auf der Bank übernommen hatte?
Das Springer Team sah sich schnell einem 1:3-Rückstand gegenüber, und bis zum 9:9-Gleichstand war kein Klassenunterschied beider Kontrahenten zu erkennen. Danach aber platzte der Knoten, und die Gäste hatten spätestens bei der 18:11-Pausenführung für klare Verhältnisse gesorgt.
Auch in Halbzeit zwei änderte sich nichts an diesem Bild. Die Springer spulten ihr Programm herunter und „der Erfolg geriet zu keiner Zeit in Gefahr“, merkte Betreuer Carsten Meyer an. Er sah wie Lakenmacher, dass die Mannschaft es in der Anfangsphase des Spiels zu sehr an der Einstellung hatte fehlen lassen. Das wurde mit zunehmender Spieldauer besser, als das Team seinen Rhythmus gefunden hatte.
Die Gastgeber um Trainer Stefan Krause, der den Ex-Springer Coach Frank-Michael Wahl abgelöst hat, hatten sich sehr frühzeitig in ihr Schicksal gefügt. Am Ende stand ein klarer Erfolg der Handballfreunde, der bei mehr Konzentration im Abschluss – allein 17 Fehlversuche notierte Meyer – durchaus noch höher hätte ausfallen können.
In der Folge der Überlegenheit hatte Lakenmacher munter durchgewechselt und setzte außer sich und Dennis Melching alle übrigen Akteure ein. Verletzungsbedingt zu Hause geblieben waren Thorben Kanngießer und Fabian Hinz
Manager Dennis Melching bestätigte, dass sich der Verein um die Ausrichtung des Final Four, das sind die vier Teams des Halbfinales, die den Landespokalsieger ausspielen, beworben hat. Dieses Turnier findet am 6./7. März statt.
HF: König (1.-30.), Stange (31-60.) – Wood (14/6), Gorpishin (2), Djuric (6), Backhaus (3), Müller (5), Hermann (1), Bätjer (5), Deutsch (1), Lakenmacher (n.e.), Melching (n.e.).