Lokalsport
FC Eldagsen stirbt „den Chancentod“Fußball (jab). Vor knapp elf Monaten übernahm Karsten Bürst das Traineramt bei Bezirksligist FC Eldagsen. Nach neun Punkten aus neun Spielen und vier Niederlagen in Serie hatte die Mannschaft die Absetzung seines Vorgängers Andreas Arndt gefordert. Unter Bürst sind die Eldagsener dabei, einen ähnlich schwachen Saisonstart hinzulegen, nach vier Spielen steht nur ein Punkt zu Buche. Noch muss sich Bürst aber keine Sorgen machen: „Die Mannschaft steht voll hinter Karsten“, sagt Stürmer Sebastian Westenfeld. Bei einem gemeinsamen Essen mit der Mannschaft habe auch der Vorstand dem Coach den Rücken gestärkt. Dennoch hofft Bürst, dass im Heimspiel am Sonnabend (16 Uhr) gegen den SV Nienstädt etwas Zählbares herausspringt – das wäre nicht nur für seine Position wichtig, sondern auch fürs Selbstbewusstsein der Mannschaft.
„Wenn wir am Sonnabend auch verlieren, ist der Fehlstart perfekt“, sagt Westenfeld. Das Auftaktprogramm hatte es für die Eldagsener zwar in sich, auch Nienstädt zählt in der Liga zu den Favoriten. „In Tündern und Barsinghausen kann man verlieren“, sagt Westenfeld. Was ihn aber ärgert: „Wir waren meistens nicht schlechter. Aber wir sterben den Chancentod. Es ist eine Katastrophe.“ Er selbst gehört zu denjenigen Eldagsenern, die immerhin im Pokal getroffen haben, beim 1:2 unter der Woche bei Union Stadthagen machte er den Ehrentreffer des FCE. „Und wenn ich schon treffe, will das schon was heißen“, sagt er lachend – zu den eiskalten Vollstreckern zählt auch er normalerweise nicht.
Gut möglich, dass ihn Bürst gegen Nienstädt wieder aus der Spitze auf die Außenbahn beordert, um dort Druck zu machen. Den hat der Trainer zuletzt vermisst. „Unser Flügelspiel müssen wir verbessern, wir kommen zu viel durch die Mitte“, sagt Bürst. Was Westenfeld auffällt: „Ich habe das Gefühl, dass manche nicht richtig fighten.“
So sieht es auch der Trainer: „Irgendwann machen wir wieder unsere Tore. Aber das Glück muss man sich von der ersten Minute an erarbeiten“, sagt Bürst. Wobei die vielen vergebenen Torchancen nicht nur Pech seien. „Das ist auch eine Konzentrationssache“, sagt er.
Bürst ist froh, dass Adrian Gottschalk voraussichtlich ins Team zurückkehrt. „Er ist ein Eisenfuß“, sagt der Coach. Und: „Er macht auf dem Platz den Mund auf.“ Auch Florian Siuts, der in Stadthagen geschont wurde, steht gegen Nienstädt wohl wieder in der Startelf.