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Ferien in Bennigsen sind besser als auf Mallorca Bennigsen (jemi). Fast wie hypnotisiert beobachten Max und seine Freunde die Schildkröten im Botanischen Garten in Hannover. Solche Tiere haben die meisten Kinder des Hortes Wackelzahn aus Bennigsen noch nicht in der Realität gesehen. Als sie abends nach Hause kommen, haben sie viel zu erzählen.
Die beiden Erzieher der DRK-Einrichtung, Matthias Gocek und Tanja Berger, haben für die Sommerferien ein erlebnisreiches Programm auf die Beine gestellt. Nur in der ersten Juli-Hälfte war der Hort geschlossen – jetzt verbringen die Kinder, die alle im Grundschulalter sind, und ihre Erzieher fast täglich von 8 bis 16 Uhr gemeinsam die Ferien.
Natur- und Erlebnispädagogik spielen dabei eine wichtige Rolle. So sind die Ausflüge die wahren Höhepunkte: „In der Natur ist so viel möglich. Die Kinder machen Selbsterfahrungen, aber sie erleben auch die Gemeinschaft“, sagt der 29-jährige Erzieher. Gocek und Berger beobachten die Kinder bei den gemeinsamen Abenteuern, aber auch bei den Spielen, die im Hort stattfinden. Sie wollen so die Fähigkeiten der Kinder erkennen und versuchen, an deren Schwächen zu arbeiten. Die Erkenntnisse teilen sie auch den Eltern mit.
Viele Kinder hätten es in den Ferien genossen, dass die Ausflugsgruppen relativ klein blieben. „Gerade die, die zurückhaltender sind, benehmen sich dann freier als in der Großgruppe“, sagt Gocek. Jedes Kind sei individuell und verhalte sich an jedem Tag unterschiedlich. Wegen der relativ großen Altersspanne könne man auch nicht allen immer recht machen – aber jeder Ort sei letztendlich ein Ort der Pädagogik, der Besonderheiten aufweise und animiere, aktiv zu werden.
Die Ausflüge in den Ferien führten in den vergangenen Wochen auch in den Kinderwald nach Hannover, in die Kindermühle in Gehrden und den Hexenwald Eilenriede. Außerdem bauten die Kinder Dämme und schauten sich im Klärwerk den Wasserkreislauf an. Fantasierollenspiele übten sie in der Drachenhöhle aus. Heute bringen alle Kinder weiße Anziehsachen mit, die sie farbig batiken.
Auch in der nächsten Woche können sich die Jungen und Mädchen noch auf „kleine Klassenfahrten“ freuen. „Manche Trips sind so intensiv und schön, dass tatsächlich manchmal das Gefühl aufkommt, wir haben eine echte Klassenfahrt wie in der Schule unternommen“, sagt Gocek.
Wie im Flug sind die fünf Wochen schulfreie Zeit für die Schüler vergangen – aber auch für die Erzieher. Aber die nächsten Ferien kommen bestimmt. Und auch da werden sich Gocek und Berger wieder einiges überlegen.