Springe

Aus für Seniorenwohnungen am Rosenbusch
Bennigsen (zett). Das Schild steht noch – das Projekt ist am Ende: Der Springer Immobilienmakler Marco Herrmann hat seine Pläne für seniorengerechte Eigentumswohnungen in der Straße „Am Rosenbusch“ in Bennigsen aufgegeben. Die Orts-SPD wittert eine Chance: Sie fordert die Stadt auf, die freie Fläche in ein weiteres Baugebiet umzuwandeln.
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Bennigser SPD-Vertreter vor dem Grundstück Am Rosenbusch/Lüderser Straße. Hier wünschen sich die Sozialdemokraten ein Baugebiet.
In der anhaltenden Diskussion um die Einrichtung weiterer Baugebiete in Bennigsen sieht Herrmann auch einen Grund für das Scheitern seines Projektes: „Unter dem Strich hatten wir zu wenig Käufer für die Appartements – aber in Sachen Bauen herrscht in Bennigsen eine negative Grundstimmung.“ Er habe in Gesprächen eine „unheimlich starke“ Zurückhaltung der Menschen registriert.

Insgesamt wollte Herrmann in Bennigsen 32 barrierefreie Seniorenwohnungen in vier Einheiten mit je acht Appartements entstehen lassen. Bedarf sieht er für so ein Angebot nach wie vor: „In Bennigsen gibt es noch kein Altenheim, keine seniorengerechten Wohnungen.“ Grundsätzlich sei die Resonanz auf sein Angebot sehr groß, sogar die Stadt Springe und Bürgermeister Jörg-Roger Hische hätten sich dafür eingesetzt und geworben – zuletzt bei einer Infoveranstaltung im Herbst, bei der Herrmann die Wohnungen mit einer eigens in Indonesien angefertigten Computeranimation präsentierte.

Aber vergeblich: Auf mehr als vier Käufer sei er zu keinem Zeitpunkt gekommen – „und sechs hätten es schon sein sollen“, sagt Herrmann. Aus seinem Frust über das Scheitern des Projekts macht er keinen Hehl: „Das sollte ein Vorzeigeobjekt sein. Ich habe hier viel Geld versenkt.“ Ein neuer Anlauf im Ort kommt für Herrmann nicht in Frage: „Bennigsen ist in der Hinsicht gestorben.“ Nur in der Kernstadt könnte sich der Makler einen neuen Anlauf vorstellen: „Hier gibt es sicherlich mehr Interessenten und mehr Anfragen – aber natürlich auch wieder mehr Konkurrenz.“

Auf das freie Gelände mit seinen etwa 5000 Quadratmetern spekuliert jetzt die Bennigser SPD. Ratsherr Dieter Figuth und seine Mitstreiter machten die Fläche jüngst bei einer Ortsbegehung als guten Standort für ein weiteres Baugebiet neben dem von der Stadt angepeilten Prellenkamp aus. „Es muss sich etwas bewegen hier“, fordert Figuth. Auf dem Gelände sei Platz für bis zu zehn Einfamilienhäuser. Favorit der Sozialdemokraten sei weiterhin die Schille – doch dort verzögern sich laut Stadt die Gespräche und Verhandlungen weiter.

Schon seit langer Zeit beschäftigt sich die Stadt mit der Baugebiets-Situation in Bennigsen.

Gerade erst hatten Eigentümer einiger potenzieller Grundstücke den Plänen der Verwaltung Absagen erteilt (NDZ berichtete).
Artikel vom 05.02.2010 - 00.00 Uhr

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