Bad Münder

L 421 als Symbol für engere Zusammenarbeit
Bad Münder/Springe (oe). Genau um 10.12 Uhr schnitten gestern Bad Münders Bürgermeisterin Silvia Nieber und der stellvertretende Bürgermeister aus Springe, Rolf Siering, das Trassierband durch. Und zwar auf der Hälfte der L 421, an der Ortsgrenze und damit auch der Kreisgrenze der beiden Städte. Durch diesen symbolischen Akt waren die Sanierungsmaßnahmen der Landesstraße L 421 offiziell beendet und die Straße freigegeben. Doch zunächst nur für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer, selbst die Offiziellen und Prominenten kamen an diesem Tag zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gar auf Inlineskatern.
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Die Autofahrer müssen sich noch bis Mittwochnachmittag gedulden. Doch dann hat auch die nervige Umleitung über Hachmühlen ein Ende. Besonders froh darüber dürfte auch der Ortsbürgermeister aus Hachmühlen, Helmut Steinwedel, sein. Er war genauso gekommen wie seine Amtskollegen Detlef Olejniczak aus Flegessen, Axel Goeritz aus Nettelrede, Karl-Heinz Bodtmann aus Eimbeckhausen und Jürgen Trotte, Ortsbürgermeister aus Springe.

Die beiden Stadtmanager und Wirtschaftsförderer Anike Fritz (Springe) und Anika John (Bad Münder) hatten sich für diese Gelegenheit einen „Autofreien Sonntag auf der L 421“ einfallen lassen. Hunderte von Fahrradfahren, Spaziergängern waren unterwegs und machten an den verschiedenen Stationen Halt, an denen es Getränke, eine Suppe vom DRK oder eine Bratwurst gab. Auch der Lauftreff Bad Münder nutzte die freie Strecke zu mehreren Läufen nach Springe und zurück.

Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dankte den vielen Beteiligten für eine zügige Umsetzung des Projekts. Die Bauzeit und damit die Vollsperrung begann am 15. Juni. Die Strecke beträgt 3,25 Kilometer, die Straße ist 7,20 Meter breit. Es wurden 1500 Tonnen Tragschicht eingebracht, aus 2600 Tonnen Binder und 1850 Tonnen Deckschicht entstand dann schließlich die acht Zentimeter neue Asphaltdecke. Die Kosten von 650 000 Euro kommen vom Land Niedersachsen. Auch 2600 Meter Radweg wurden bei dieser Gelegenheit mit erneuert.

Sowohl Nieber als auch Siering betonten bei ihren kurzen Ansprachen die verbindende Wirkung der Straße. „Wir sollten diesen Tag nutzen, um unsere beiden Städte noch enger zusammenwachsen zu lassen“, so Nieber. Das gelte nicht für die räumliche Überbrückung sondern auch für die interkommunale Zusammenarbeit sagte Siering.

ñ Gleich hinter der Kreuzung in Bad Münder war die erste Station mit Verpflegung eingerichtet.

ï Markus Brockmann (v.l.), Silvia Nieber und Rolf Siering geben die Straße frei.

÷ Der Lauftreff Bad Münder auf der nagelneuen Oberfläche.

Fotos: oe

Artikel vom 26.07.2010 - 00.05 Uhr

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