Bad Münder
Der erste KGS-Direx – offiziell ernanntBad Münder (jhr). „Herr Direktor“ – zwar nicht die Anrede, die sich Edgar Schulz erbitten würde, aber jetzt zumindest die korrekte: Die Landesschulbehörde hat den 54-Jährigen offiziell vom kommissarischen Leiter der münderschen Kooperativen Gesamtschule zu deren Direktor befördert.
Für große Feierlichkeiten blieb allerdings keine Zeit: „Feiern können wir, wenn das Werk, der Aufbau und die Etablierung der neuen Schule, erfolgreich waren“, sagt Schulz – und so überreichte Regierungsschuldirektor Reiner Langeheine die Ernennungsurkunde in einer Mittagspause. Gesprächsstoff gab es dennoch ausreichend: „Es gibt noch jede Menge zu tun“, erklärt Schulz, schließlich unterscheide sich der Aufbau der münderschen KGS deutlich von den Gesamtschulen im Umland. „In Bad Münder handelt es sich um eine komplette Schulneugründung“, betont er und verweist auf einen Umstand, der es nicht immer einfach mache: Während an den anderen Standorten wie Rodenberg oder Gronau bestehende Schulen umgewandelt werden, die bisherigen Schulleiter das Kollegium der Gesamtschule führten und gleichzeitig den umgewandelten Schulen als Dienststellenleiter vorstehen, werden in Bad Münder die Abraham-Lincoln-Realschuleschule und die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Hauptschule von den bisherigen Schulleitern selbstständig geführt. „Die Schulen laufen langsam aus, werden quasi abgewickelt“, sagt Schulz. Viele Lehrer in Bad Münder haben sich an die KGS versetzen lassen, werden vom neuen Direktor nun an die anderen Schulen abgeordnet. Dass dieser Schritt nicht immer problemlos verläuft, deutet Schulz nur an: „Ein komplizierter Weg, der mitunter viele Stolpersteine birgt.“
Positiver Effekt für die KGS sei jedoch, dass auch viele neue Lehrkräfte nach Bad Münder kommen – gleich vier, vorwiegend für den Gymnasialbereich, konnten fürs noch junge Schuljahr gewonnen werden. Durch Versetzungen stoßen weitere drei Lehrer zum KGS-Kollegium hinzu. Problematisch sieht Schulz, dass bislang weder der Posten des stellvertretenden Schulleiters noch der des didaktischen Leiters besetzt wurden. „Die Besetzungsverfahren laufen“, sagt er – hofft aber gleichzeitig, dass es nicht zu Verzögerungen kommt. „Wir wollen endlich richtig durchstarten.“