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Besucherzahlen trotz des verregneten Sommers nicht eingebrochen – auch dank des Lockrufs der Wölfe

Wisentgehege liegt deutlich im Plus

Springe (mari). Während der regenreiche Sommer den Freibädern die Bilanz verhagelt hat, sieht es für Wisentgehege-Chef Thomas Hennig sonnig aus. Er meldet ein Besucherplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr – dabei war 2010 bereits eines der besten Jahre in der Geschichte des Tierparks.

Wisentgehege-Chef Thomas Hennig zieht eine zufriedene Bilanz.

„Natürlich haben auch wir ein bisschen unter dem Regen der vergangenen Wochen gelitten“, sagt Hennig. Allerdings sei der Start ins Jahr 2011 „sensationell“ gewesen. Die Wolfsabende im Januar, Februar und März zogen Gäste in Scharen. Hennig: „Die Besucherzahlen in den drei Monaten waren so gut wie noch nie.“ Auch die Nachfrage im April lag deutlich über dem sonst üblichen Wert.

Im Mai ging die Kurve leicht nach unten, im Juni nach oben, im Juli wieder herunter. „Aber Ferienzeiten sind bei uns immer verlässlich“, weiß Hennig. Bei durchwachsenem Wetter würden zahlreiche Familien den Besuch nicht komplett streichen, sondern nur auf einen anderen Tag ausweichen: So schlenderten am Dienstag dieser Woche 800 Gäste durch den Park. „Das freut uns natürlich, dass wir so beliebt sind.“

Der beste Freund der Bilanz ist dabei das handaufgezogene Wolfsrudel. „Die Wölfe haben unseren Einzugsbereich deutlich vergrößert“, so Hennig. Tierliebhaber aus Berlin, Kiel und Aachen würden extra anreisen, um an der Seite von Birgit und Matthias Vogelsang einen Tag als „Wolfspfleger“ im Gehege zu verbringen (Kosten: 150 Euro). Gerade habe sich deswegen ein Pärchen aus der Schweiz auf den Weg nach Springe gemacht. Hennig: „Wir sind bis Januar ausgebucht.“ Um die Nachfrage noch händeln zu können, mussten die Mitarbeiter die Auswahl an Terminen bereits reduzieren. So wird zum Beispiel nicht mehr nach halben und ganzen Tagen unterschieden.

Ob das Wisentgehege das Besucherplus bis zum Ende des Jahres halten kann, werde entscheidend vom Wetter im Spätsommer und Herbst abhängen. Milde Temperaturen und keinen Dauerregen wünscht sich Hennig für den Regionsentdeckertag am 4. September, die Brunftzeit beim Rotwild Ende September, die Herbstferien sowie das Hubertusfest am 29. und 30. Oktober.

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