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Jungtier aus dem Harz wieder verschwunden / Leiter Thomas Hennig: „Er war sehr scheu“

Wisentgehege: Ein Name, aber kein Luchs

Alvesrode (zett). Erst hatten sie einen Luchs und keinen Namen – jetzt hat das Wisentgehege zwar ein paar Namensvorschläge, aber keinen Luchs mehr. Das Tier aus dem Harz, das vor gut einem Monat an den Deister kam, ist verschwunden.

Da war er noch da: Der junge Luchs ist aus dem Wisentgehege vers

Das Jungtier war ins Wisentgehege gekommen, weil es im Nationalpark Harz nach einem Unfall nicht wieder ausgewildert werden konnte (NDZ berichtete). Zunächst schien alles gut zu laufen – doch schon nach ein paar Tagen war von dem Luchs nichts mehr zu sehen und zu hören. „Kein Bild, kein Ton“, sagt Gehegeleiter Thomas Hennig. Wie der Neuzugang entkommen konnte, ist für Hennig ein Rätsel: „Ob er über den Zaun ist oder drunter durch – man weiß es nicht.“

Hoffnung auf eine Rückkehr des Tieres macht sich der Leiter des Wisentgeheges inzwischen kaum noch: „Die Zeit ist schon zu lang.“ Er fürchtet, dass der Luchs wegen der Unfall-Verletzungen an den Pfoten in freier Wildbahn nicht lange überleben kann.

Ob der Luchs unzufrieden war und deshalb das Weite sucht, weiß Hennig nicht: „Er war sehr scheu. Es ist ein Unterschied, ob man einfach so als krankes Tier kommt oder irgendwo in der Wildnis aufgefunden wurde.“ Ihn wundere nur, „dass wir bisher noch nichts gehört haben. Das macht mich am meisten stutzig“, so Hennig. Weder im Wisentgehege noch auf der angrenzenden Fläche habe sich der Luchs blicken lassen.

Als das Tier einzog, hatte sich Hennig von den NDZ-Lesern Namensvorschläge gewünscht: „Einige Ideen sind zwar bei uns angekommen – aber ich weiß noch nicht, was ich damit jetzt mache.“

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