weather-image

Wisentgehege: Besucherzahlen im Sinkflug

Alvesrode. Da kann Wisentgehege-Leiter Thomas Hennig noch so oft in den Himmel blicken, am Wetter kann er nicht drehen: Die Besucherzahlen des Tierparks sind im ersten Quartal 2013 um 25 Prozent hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach zwei sehr guten Jahren droht damit ein Einschnitt.

270_008_6324471_prio_wisent.jpg
marita

Autor

Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

„Der Rückgang liegt eindeutig am Wetter. Das müssen wir einfach so hinnehmen“, sagt Hennig. Die Situation sieht in anderen Einrichtungen nicht besser aus. Auch der Zoo Hannover weist ein Minus von 25 Prozent vor.

Hennig bleibt dennoch gelassen. Die Monate Januar, Februar und März seien „nicht das Brotquartal“: „Entscheidend ist, was jetzt kommt, wie der Mai und die Sommerferien verlaufen.“ Er glaubt: „Wir können den schwachen Start durchaus wieder korrigieren.“ Ein gutes Indiz dafür sei, dass die Besucher am trockenen und wärmeren Ostermontag ins Gehege drängten. Auch am 1. Mai meldete Hennig „ein total volles Haus“.

Die nächsten großen Veranstaltungen sind das Tiermärchenfest am 1. und 2. Juni, das Mittsommernachtsfest am 22. Juni sowie das Kinderfest am ersten August-Wochenende.

Wenn er noch einen freien Platz im Kalender findet, will Hennig außerdem für den Spätsommer einen Aktionstag rund um die Przewalski-Pferde ins Programm nehmen. Der Tierpark hat in den vergangenen Jahren zehn Przewalskis in die Mongolei verschickt, wo die Tiere in der freien Natur wieder angesiedelt werden sollen. Das Projekt liegt dem Wisentgehege-Förderverein so sehr am Herzen, dass er die Einnahmen seiner derzeitigen Großveranstaltungen – wie dem jetzigen Bockbieranstich – für die Auswilderung spendet.

Egal, ob’s regnet oder stürmt: Das Interesse an den Wolfsangeboten des Tierparks ist immer groß. „Alle Aktionen zu dem Thema laufen akkurat“, weiß Hennig. Die Bauarbeiten für das zweite Wolfsgehege laufen auf Hochtouren: Die beiden vorhandenen Rudel sollen voraussichtlich Ende Juni getrennt werden.

Der nächste Besucheransturm ist also eingeplant. Und nach dem Rekordjahr 2011 mit 160 000 Gästen und dem nur wenig schlechteren Jahr 2012 dürfte es für das erfolgsverwöhnte Wisentgehege ohnehin schwer werden, das Niveau zu halten. Die Branche klagt schon länger über Einbrüche.

Anzeigen

 

 

Weiterführende Artikel
    Kommentare