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Tempolimit am Wisentgehege

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

ALVESRODE/MITTELRODE. Autofahrer, die derzeit zum Wisentgehege unterwegs sind, müssen ihren Gasfuß zügeln: Sowohl auf der Kreisstraße 213, der Ortsdurchfahrt durch Alvesrode als auch auf der K 212 sind maximal 40 Kilometer pro Stunde erlaubt. Und die Schilder hängen bereits länger als eigentlich geplant. Aber die Region verspricht, dass der Spuk spätestens Ende kommende Woche vorbei ist.

Grund für die Tempolimits sind Renovierungen an der Fahrbahndecke in Form des sogenannten Splittens. „Dabei wird in einem Arbeitsgang Bitumenemulsion aufgesprüht und anschließend mit einer oder zwei Lagen Edelsplitt abgestreut und eingewalzt.“, erklärt Regionssprecher Klaus Abelmann auf Anfrage. Überschüssiges Material werde gegebenenfalls mit einer Saug-Kehrmaschine beseitigt – was aber noch nicht an allen Stellen passiert sei.

Abelmann: „Die von uns beauftragte Firma hat derzeit viel zu tun und konnte deshalb den Termin nicht einhalten“, bittet Abelmann um Verständnis. Er weist darauf hin, dass die Temporeduzierung nötig sei, damit kleine Splitkörner nicht den Lack des eigenen oder anderer Autos beschädigen.

Durch das Splitten „soll die Oberfläche der Straße abgedichtet und somit ihre Lebensdauer erhöht werden“, der Splitt diene auch dazu, die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche zu verbessern. Regionsweit werden gerade mehrere Straßen gesplittet, die Arbeiten seit der 39. Kalenderwoche werden als Wanderbaustelle ausgeführt, der Verkehr fließt weiter, Vollsperrungen sind nicht erforderlich.

Die Praxis des Splittens ist nicht unumstritten, da durch umherfliegende Steinchen Schäden an Lack und Scheiben entstehen können – zumal, wenn die mit dem Splitten nötigen Geschwindigkeitsbeschränkungen von den Verkehrsteilnehmern nicht eingehalten werden. Im Gegensatz zu einer grundhaften Sanierung ist das Splitten einer Straße allerdings wesentlich kostengünstiger.

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