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Bilanz im Wisentgehege fällt durchwachsen aus

Drei große Projekte – weniger Besucher

Alvesrode. Wenn das Wetter nicht so recht mitspielt, schlägt sich das bei einer Freiluft-Einrichtung wie dem Wisentgehege sofort auf die Besucherzahlen nieder: Wildpark-Leiter Thomas Hennig geht davon aus, dass am Ende des Jahres weniger Geld in der Kasse sein wird als üblich.

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Autor:

Markus Richter

„Den Wert des Vorjahres werden wir witterungsbedingt wohl nicht erreichen“, sagt Hennig. Eine genaue Datenermittlung sei allerdings noch nicht abgeschlossen, die Tendenz dennoch erkennbar. Gleichzeitig gibt es bei Mitarbeitern und Förderern Grund zur Freude, weil gleich drei wichtige Projekte in diesem Jahr umgesetzt wurden. Hennig hatte gestern traditionell den Verein Freunde des Wisentgeheges und des Jagdschutzes zum Weihnachtsrundgang eingeladen. Im Mittelpunkt standen eben jene Projekte: Da war zum einen die neue Wolfsanlage, die in einer aufsehenerregenden Aktion im Juli von ihren Bewohnern bezogen wurde. Die vier damals dreijährigen Timberwölfe hatten sich zuvor das Revier mit den fünf Polarwölfen geteilt, die im Mai 2012 geboren wurden – auf Dauer wäre das Zusammenleben nicht harmonisch gewesen. Die von Matthias und Birgit Vogelsang handaufgezogenen, schneeweißen Polarwölfe bezogen nach dem Bau das neue, 3000 Quadratmeter große Gehege. Die Landesforsten bezahlten 60 000 Euro, der Förderverein immerhin 40 000 Euro.

Noch einmal 30 000 Euro brachten die Ehrenamtlichen auf, damit die Fütterungsanlage für die Wisent-Jugendgruppe entstehen kann – zurzeit ist sie noch im Bau. Von den Besuchern nahezu unbemerkt wurde ein weiteres Projekt umgesetzt, das allerdings ohne finanzielle Beteiligung der Förderer: Vom Eingangsbereich bis zum Duellplatz haben Techniker eine neue Stromversorgung aufgebaut. „Die bisherige war aus Sicherheitsgründen stillgelegt worden“, berichtet Hennig. Gut 100 000 Euro wurden verbaut.

Bewährt hat sich in diesem Jahr die neue Einbahnstraßenregelung beim traditionellen Hubertusfest. Der Verkehrsfluss sei deutlich besser als in den Vorjahren gewesen, sagt der Gehegeleiter. „Das werden wir so beibehalten.“

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