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Budget fürs Wisentgehege gekürzt

Alvesrode. Auch wenn das Wisentgehege vor den Feiertagen wegen des Sturmes zwei Tage schließen musste, zieht Leiter Thomas Hennig eine positive Bilanz: In diesem Jahr kamen 160 000 Besucher in den Tierpark. Das Frühjahr sei „sensationell“ verlaufen, der Sommer mit der Fußball-WM eher verhalten. Der Herbst zog die Besucherzahlen wieder nach oben.

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Hennig schlenderte gestern beim traditionellen Weihnachtsspaziergang mit 60 Mitgliedern des Fördervereins „Freunde des Wisentgeheges“ über das Gelände. Er sei stolz, dass der Wisent zum zweiten Mal nach 2008 zum Wildtier des Jahres gewählt worden ist. Es sei auch einzigartig, dass ein Gehege zwei Wisentunterarten gleichzeitig hält.

Fachlich bemerkenswert seien auch die Geburten von vier Fohlen bei den Przewalski-Pferden innerhalb von vier Tagen. Nur mit den Elchen hatte das Gehegeteam dieses Mal kein Glück: Während 2013 alle fünf Kälber überlebt hatten, verstarben die fünf Neugeburten aus diesem Jahr. Gründe kann Hennig nicht nennen.

Die Zukunft des Geheges macht ihm Sorgen. Die Niedersächsischen Landesforsten in Braunschweig, dem untersteht die Gehegeanlage, habe für das Jahr 2015 das Budget stark reduziert. Alle von Hennig vorgeschlagenen Projekte fielen dem Rotstift zum Opfer. Damit gibt es im kommenden Jahr keine zoologischen Neubauten. Der Gedanke, einige Veranstaltungen nicht mehr durchzuführen, wurde von Hennig verworfen. Allerdings entfällt eine geplante Imagekampagne. Der Fördervereinsvorsitzende Thomas Freutel, bedauerte die Budgetkürzung, sicherte aber der Gehegeleitung weiterhin die tatkräftige Unterstützung der Förderer zu. Der Neubau einer Werkstatt sei beschlossen. Das Gebäude wird neben den Tierpflegergebäuden angesiedelt und soll den Zulieferverkehr aus dem Gehege heraushalten.rkr

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