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Deutschlandweites Gen-Projekt startet – und wird vom Forstamt Saupark aus koordiniert

Alle Wisente sollen zum DNA-Test

Alvesrode (zett). Wer bei Genforschung ans Klonen denkt, der liegt beim Forstamt Saupark falsch. Von hier aus soll nicht experimentiert werden, sondern bewahrt: Die Behörde setzt sich an die Spitze der bundesweiten Wisent-Untersuchungen. Vom Wisentgehege aus sollen Anstrengungen koordiniert werden, die 550 in Gefangenschaft lebenden Tiere genetisch zu katalogisieren (NDZ berichtete).

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Ziel ist, einer erblichen Verarmung der Wisente vorzubeugen. Erreicht werden soll das durch ein deutschlandweites Untersuchungsprogramm, bei dem die Wisente einer DNA-Analyse unterzogen werden. Das Projekt kostet 70 000 Euro und wird maßgeblich von einer Reihe Stiftungen finanziert. Forstamtsleiter Joachim Menzel freut sich, dass die Untersuchungen nach vier Jahren intensiver Gespräche und Verhandlungen nun endlich beginnen können. „Das Wisentgehege übernimmt die Organisation für die Untersuchung der 80 in Deutschland vorkommenden Herden, um die Erhaltungszucht der Wisente in Deutschland zu professionalisieren“, sagt er.

Um einer Inzuchtgefahr vorzubeugen, bedürfe die Wisentzucht einer Steuerung auf gesicherter wissenschaftlicher Basis, heißt es in einer Mitteilung des Forstamts. Erreicht werden soll die per DNA-Analyse: Dabei entnehmen die Experten den Tieren eine Gewebeprobe. „Gegenüber einer Blutprobe hat dies den Vorteil, dass die Tiere nicht narkotisiert werden müssen“, heißt es im Forstamt. Die Proben werden am Institut für Tiergenetik der Uni Warschau untersucht. Um die deutschen Züchter auf das Projekt einzuschwören, wurden sie zu Infoveranstaltungen eingeladen.

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