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Springer Weihnachtsmarkt geht an Event-Agentur

SPRINGE. Es soll kein Engagement als Eintagsfliege sein: Der Ortsrat, der gerade den Ausrichter-Vertrag für den Springer Weihnachtsmarkt mit „Carat Event“ aus Völksen unterzeichnet hat, möchte die Firma gerne langfristig verpflichten. Was der Veranstalter vorhat:

Für jeden Spaß zu haben: Eventmanager Michael Jordan will dafür sorgen, dass der Springer Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende massenhaft Besucher auf den Museumshof lockt. Sowohl für die Buden als auch fürs Bühnenprogramm sucht er noch Teilnehmer

Er und seine Geschäftspartnerin Marion Borchert werden den Markt am zweiten Adventswochenende auf dem Museumshof organisieren. Mündlich verständigt hatten sie sich darauf schon im Juni, einen offiziellen Vertrag gab es aber noch nicht – bis jetzt.

Für Jordan und Borchert gilt es nun, innerhalb der Kürze der Zeit genügend Aussteller aus dem Hut zu zaubern und ein tragfähiges finanzielles Konzept zu erarbeiten. Die Fixkosten seien nicht ohne, sagt der Eventveranstalter: „Wir müssen es natürlich gebügelt kriegen, dass am Ende auch noch ein bisschen was übrig bleibt. Das darf kein Minusgeschäft sein.“ Der Markt war zuletzt eher ein Zuschussgeschäft als eine Goldgrube. Das gilt auch für die Zeit, als die Politiker den Adventszauber noch selbst organisierten – und zwar ehrenamtlich. Jordan hofft jetzt, Sponsoren an Land ziehen zu können.

Im vergangenen Jahr hatte sich mit Torsten Blei aus Springe ein Organisator außerhalb des Ortsrats gefunden. Blei traute sich an mehrere Veränderungen heran: Er verlegte die kleine Budenstadt vom Marktplatz auf den Museumshof und verlängerte das Fest um den Freitagnachmittag sowie -abend.

Es gab viel Lob von allen Seiten – im Nachgang aber auch Unstimmigkeiten zwischen Ausrichter und Ortsrat. Dabei soll es auch um offene Rechnungen gegangen sein.

Jordan hat wegen des Zwists mit der Schwierigkeit zu kämpfen, dass er keine Unterlagen vom Vorjahr erhält. Folglich fehlen die Kontaktdaten von den Ausstellern. Trotzdem seien in den vergangenen Wochen bereits zwei Handvoll Anfragen bei ihm gelandet, sagt Jordan. Die Stand-Interessenten meldeten sich im Rathaus oder bei Ortsratsmitgliedern, die die Nummern weiterreichten: „Die Zusammenarbeit klappt bislang hervorragend.“ SPD-Ratsfraktionssprecher Bastian Reinhardt, der Beisitzer im Ortsrat ist, fungiert als Vermittler zwischen Agentur und Ortsrat.

Mehrere heimische Vereine wollen bei dem Markt, der erneut schon am Freitag beginnen soll, dabei sein. Bei ihnen besonders beliebt: der Glühwein-Ausschank. Hier musste Jordan schon die ersten Absagen verteilen, „um es auf vier bis fünf Anbieter zu reduzieren“.

Was er jetzt händeringend sucht, sind Kunsthandwerker. „Toll wäre jemand, der Krippen schnitzt oder Christbaumkugeln fertigt.“ Auch die neue Bühne muss noch mit Programm gefüllt werden. Eine Posaunengruppe und eine Gitarrenschule haben Interesse bekundet, aber auch Chöre und Sportvereine können die Plattform nutzen.

Jordan will im Großen und Ganzen am viel gelobten Konzept vom Vorjahr festhalten, er möchte es aber leicht verfeinern. An der Beleuchtung könnte noch gedreht werden, meint er. Außerdem schweben ihm stimmungsvolle Elemente wie ein kleiner Weihnachtswald vor.

Vereine, Privatpersonen oder auch Firmen und Selbstständige, die sich in irgendeiner Form am Weihnachtsmarkt beteiligen möchten, können sich direkt bei Carat-Event melden.mari

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