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Jordan ist der neue Weihnachtsmarkt-Macher

SPRINGE. Ein Jahr, nachdem das Konzept des Springer Weihnachtsmarkts weitreichend erneuert wurde, steht die nächste Änderung an: Neuer Organisator ist Michael Jordan, Geschäftsführer der Agentur Carat-Event. Sein Ziel: Der Markt soll noch festlicher und glanzvoller werden.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Museumshof statt Marktplatz – dabei bleibt es. Veranstaltet wird der Budenzauber eigentlich vom Springer Ortsrat. Die Politiker hatten sich aber vor zwei Jahren um einen anderen Ausrichter bemüht, der mehr Zeit in die Sache investieren kann und mehr Ahnung vom Geschäft hat. Mit dem Springer Torsten Blei, der aus dem Schaustellergewerbe kommt, schien der geeignete Kandidat gefunden. Blei hängte sich über Monate in das Projekt hinein und wagte zahlreiche Neuerungen; etwa den Umzug auf den Museumshof und die Verlängerung auf drei Tage.

Trotzdem muss jetzt ein neuer Organisator her: Blei steht nicht mehr zur Verfügung. Der Ortsrat kann ihn nicht mehr erreichen, auch Anfragen dieser Zeitung beantwortet er nicht. Die Politiker haben deshalb Gespräche mit dem Völksener Michael Jordan aufgenommen, der im Frühjahr bereits das Osterfeuer gerettet hatte. Über seine Bereitschaft sei man froh, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich: „Eine Alternative haben wir nicht.“

Jordan betont, dass er sich in der Kürze der Zeit noch nicht ausführlich ins Thema einarbeiten konnte und ihm noch nicht alle Unterlagen vorliegen. Seine Agentur sei in der Vorweihnachtszeit eigentlich ausgelastet, trotzdem wollen er und seine Partnerin Marion Borchert den Ortsrat nicht hängen lassen: „Wir machen das.“

Sein Vorgänger Torsten Blei habe mit seinen Änderungen „etwas wirklich Schönes auf die Beine gestellt“. „Das war klasse“, lobt Jordan unter anderem die Anordnung der Holzbuden. Der Umzug auf den Museumshof habe der Veranstaltung gut getan. Bei Kleinigkeiten wie der Beleuchtung – er hält mehr Licht für sinnvoll – wolle er nachsteuern. Auch am Programm solle gefeilt werden: „Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Verweildauer der Besucher zu erhöhen.“ Ziel sei, die Gäste dazu zu bewegen, „häufiger innezuhalten – Weihnachten soll stärker in den Vordergrund“. Das könnte mit mehr Musik, Märchenerzählern und einer Kooperation mit Kindergärten gelingen, die sich an der Dekoration beteiligen.

Ob der Markt – er findet traditionell am 2. Adventswochenende statt – schon am Freitag oder am Sonnabend beginnt, ist nicht entschieden. „Das muss ich unter anderem mit den Ausstellern besprechen“, so Jordan. Die Mitglieder des Ortsrates tendieren derzeit eher dazu, den Markt an drei Tagen stattfinden zu lassen.

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