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Bennigsen: Interessengemeinschaft wünscht sich mehr Hilfe

BENNIGSEN. Die Bennigser Interessengemeinschaft (BIG) kommt an ihre finanziellen und personellen Grenzen – auch beim Weihnachtsmarkt, warnt der Vorsitzende Dirk Schart. „Die Kosten sind höher als die Einnahmen. Wir bezahlen das aus eigener Tasche.“

Auch in diesem Jahr soll der Weihnachtsmarkt rund um die Kirche am zweiten Adventswochenende stattfinden. Zwischen 1000 und 2000 Besucher schlendern an zwei Tagen über das Gelände, Am Gut. FOTO: ARCHIV
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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

„Es wird immer schwerer, derartige Projekte im Ort aufrechtzuerhalten“, räumt Dirk Scharts Stellvertreter Bernd Wolter ein. Der Vorstand wünscht sich mehr Unterstützung – auch von Privatleuten.

Die BIG hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Herausforderungen zu meistern. Im April war Schart als neuer Vorsitzender in letzter Sekunde eingesprungen (wir berichteten) – die Auflösung der Gemeinschaft konnte verhindert werden.

Immer wieder bemängelt der Vorstand fehlende Unterstützung – im Ort, aber auch von den Gewerbetreibenden. Rund 30 Unternehmer sind Mitglied in der BIG. „Die Organisation des Weihnachtsmarktes wird als selbstverständlich hingenommen. Es gibt von einigen nicht einmal ein Dankeschön. Da kommt manchmal Frust auf und es stellt sich die Frage, warum wir immer nur geben“, ärgert sich Kassenwart Andreas Rodath.

Lars Busse und Matthias Hüper organisieren den Markt derzeit ehrenamtlich. „Man muss klar und deutlich sagen, dass sie dafür Urlaub nehmen. Dafür haben wir hier einen der schönsten Märkte überhaupt“, lobt Wolter das Engagement der beiden.

Um das Netzwerk für die heimischen Mitglieder zu erweitern, hatte die BIG ihre Fühler zum Pattenser Einzelhandelsring „Power“ geprüft. „Da sind wir auf einem guten Weg“, freut sich Schart. Eine Zusammenarbeit beim Weihnachtsmarkt stehe aber nicht zur Diskussion – diese Organisation liege alleine bei dem Bennigser Verein.

Aus Pattensen habe man vielmehr die Anregung bekommen, einen Unternehmer-Cup ins Leben zu rufen, der in der Nachbarkommune gut angenommen werde. Das Spaßturnier mit verschiedenen Disziplinen soll im kommenden Jahr zum ersten Mal in Bennigsen stattfinden, kündigt der Vorstand an.

Und auch der Weihnachtsmarkt werde in diesem Jahr stattfinden – trotz der finanziellen Engpässe. Die Ressourcen – aufgrund der geringen Mitgliederzahl – seien einfach begrenzt. Auch die Unterstützung des Ortsrates mit 500 Euro sei zwar eine Hilfe. Sei das Geld aber erst einmal überwiesen, würde sich der Ortsrat ebenfalls zurückziehen und den Markt nur als Gast besuchen. „Die machen es sich manchmal auch etwas zu einfach“, sagt Wolter bedauernd.

Auch das Aufhängen der festlichen Weihnachtsbeleuchtung koste Geld. „Nicht nur die Gewerbetreibenden sollten sich Gedanken machen über ihren Standort und vielleicht mal etwas zurückgeben.“ Auch Privatpersonen wolle man einladen, mitzumachen.

Schließlich organisiere die BIG nicht nur den Weihnachtsmarkt oder das Altdorffest, sondern auch andere kulturelle Veranstaltungen. Im März will Fernsehmoderator Peter von Sassen bei einer Lesung über die Antarktis sprechen. Auch die Planungen für das Altdorffest Anfang September laufen bereits.

„Alle wollen die Veranstaltungen. Aber erst, wenn sie nicht mehr stattfinden, ist der Aufschrei groß“, sagt Schart. Umso wichtiger sei es, dass die Bennigser ihre Wünsche mitteilten. „Eigentlich ist auch wieder ein Schützenfest gewünscht.“ Das bedeute auch, dass sich mehr Bennigser beteiligen müssten. „Wenn es die Veranstaltungen der BIG nicht mehr gäbe, würde es nur noch vereinsinterne Events geben“, macht Schart deutlich. Der Vorstand wolle alles aufrechterhalten – das gehe nur mit Unterstützung.

Die BIG sucht einen fünf Meter großen Weihnachtsbaum. Die Mitglieder kümmern sich um den Transport. Mitglied können auch Vereine und Privatpersonen werden.

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