weather-image

Die Eisgenossen - ein Besuch in der Kältefachschule Springe

SPRINGE. Frost ist genau ihr Ding: Die Geschichte der Norddeutschen Kältefachschule (NKF) ist eine Erfolgsgeschichte. Denn mit der wachsenden Klima- und Kältebranche wächst auch die von der Landesinnung Kälte-Klimatechnik getragene Bildungseinrichtung.

In den Werkstätten wird Kältetechnik praktisch erprobt.
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Zur Freude von Geschäftsführerin Iris Wolf-Bormann. Die Ausbildung zum Kälteanlagenbauer ist in Deutschland relativ neu: Sie wurde in den 1970er-Jahren erstmals angeboten. Heute heißt der Lehrberuf Mechatroniker für Kältetechnik – und die Zahl der Auszubildenden steigt kontinuierlich. Und somit auch die Nachfrage nach einem Ausbildungsangebot.

„Dass die Schule in Springe gegründet wurde, ist ihrem ersten Leiter zu verdanken“, sagt Wolf-Bormann. Karlheinz Gäfgen, der Gründer der Schule, lebte selbst bei Springe. Dass eine Schule gegründet werden sollte, war Anfang der 90er-Jahre klar, Gäfgen setzte sich damals dafür ein, dass sie nach Springe kommt. Seit 1993 ist die NKF in Betrieb, vor 20 Jahren kam das Hotel dazu. „Die Übernachtungskapazitäten in Springe wurden knapp, mit dem Hotel sichern wir die Unterbringung unserer Schüler.“

Das Hotel verzeichnet heute jährlich 13 000 Übernachtungen – und ist damit allein durch Schüler nahezu ausgelastet. Die NKF besuchen im Schnitt 1400 Schüler pro Jahr, Tendenz steigend. Und die Landesinnung setzt für ihre Ausbildung weiter auf den Standort. „Die Schüler sind ja zum Lernen hier – da ist Springe ganz bewusst ausgewählt“: Ruhe gibt‘s genug. Aber auch zum Feiern gibt es genug Möglichkeiten: „Wer einmal pro Woche ein Bier trinken möchte, findet auch genug Möglichkeiten.“ Wenn die Schüler ihre bestandene Prüfung feiern, bucht die Schule übrigens immer einen Tisch in der Gaststätte „Mensch Meier“.

Zufriedene Schüler, eine boomende Branche, da liegt es nahe, dass immer mehr Betriebe Aus- oder Fortbildungen in der NKF buchen. Die Kapazitäten werden knapp. Deshalb hat die Innung bereits eine Erweiterung des Geländes an der Philipp-Reis-Straße beschlossen. „Wir haben ein angrenzendes, 30 000 Quadratmeter großes Nachbargrundstück gekauft“, sagt die Geschäftsführerin.

Die Stadt stelle derzeit einen Bebauungsplan auf. Erweitert werden sollen sowohl das Hotel als auch die Schule. Bis Ende 2017 hoffen die Schulmanager auf eine Rückmeldung seitens der Verwaltung. Die Zusammenarbeit mit der Stadt bewertet Wolf-Bormann als „super“, auch die heimischen Ärzte lobt die Geschäftsführerin für ihre Flexibilität bei der Behandlung von NKF-Schülern.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare