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Notfallambulanz: Vertrauliches Treffen mit Jagau

SPRINGE. Ein vertrauliches Treffen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das ist die Reaktion des Regionspräsidenten Hauke Jagau auf einem offenen Brief, den er erhalten hat. Darin hatte Springes SPD-Fraktionschef Bastian Reinhardt „Klartext„ zum Thema Notfallambulanz gefordert (wir berichteten).

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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

Teilnehmer des Treffens waren Jagau, Miersch und Reinhardt, SPD-Parteichef Eberhard Brezski und Axel von der Ohe von der Regionsverwaltung. Die heimischen Politiker haben Jagau auf die „schlechte Stimmung“, die gerade in Springe herrsche, hingewiesen, sagt Reinhardt.

Er hatte in seinem Brief unter anderem die mangelnde Transparenz in Bezug auf die Krankenhausschließung kritisiert. „Wir haben auch über Südlink, Windräder und über Ängste wegen der S-Bahnverbindung gesprochen.“

Im Mittelpunkt des Treffens habe aber die im Koalitionsvertrag festgehaltene Fortführung der Notfallambulanz gestanden – und die Frage, wie sie in die Tat umgesetzt werden kann. Während des Treffens haben sich die Verantwortlichen mit verschiedenen Modellen „konstruktiv“ auseinandergesetzt – Details möchte Reinhardt aber noch nicht bekannt geben. Denn: Es sollen weitere Treffen in dieser Konstellation folgen, um über die Zukunft Springes zu sprechen.

„Nach nur einem Treffen eine Lösung zu finden, ist utopisch“, so Reinhardt. Trotzdem habe er sein Ziel in Teilen erreicht, mit der Region über die Lage in Springe zu sprechen. Der Vorteil, so Reinhardt, sei es, an einem Tisch „freizudenken“ und über verschiedene Möglichkeiten zu diskutieren.

Eines steht für ihn aber fest: „Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass wir wieder ein Krankenhaus bekommen. Das halte ich leider für ausgeschlossen.“

Denn: Das Land, das mit den Krankenkassen den offiziellen Krankenhausplan aushandelt, müsste die bislang für Springe vorgesehenen Betten wieder neu einplanen (wir berichteten). Außerdem hält es Reinhardt für unwahrscheinlich, dass der zuständige Krankenhausplanungsausschuss des Landes ein neues Krankenhaus bewilligen würde.

Ob die Notfallambulanz ausgeweitet werden kann, stehe auf einem anderen Blatt. „Wichtig ist jetzt, die im
Koalitionsvertrag festgelegten Punkte auch einzufordern und bestmöglich für Springe auszuführen.“

Regionspräsident Hauke Jagau wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Treffen oder den Ergebnissen äußern. „Das Gespräch zur Notfallambulanz in Springe war vertraulich“, heißt es dazu seitens der Regionssprecherin Christina Kreutz.

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