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Notfallambulanz: „Sorge nachdrücklich bestätigt“

SPRINGE. Nach der Region Hannover sprechen sich nun auch SPD und CDU im Rat für ein Medizinisches Versorgungszentrum als Nachfolgelösung für die Notfallambulanz aus. Zumindest haben beide Fraktionen einen entsprechenden Antrag in den Rat eingebracht.

Foto: Archiv/Mischer
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Argumentation der Region folgend bezeichnen SPD und CDU die Umwandlung als „einzig realisierbare und erfolgsträchtige Lösung“. Die wesentlichen Unterschiede zum aktuellen Modell: Statt durch vom Regionsklinikum angestellte Medizinier würden die heimischen niedergelassenen Ärzte selbst für das Personal der 24-Stunden-Einrichtung sorgen. Diskutiert wird auch ein neuer Standort, der zentraler liegen soll als das Krankenhausgebäude, in dem sich die Ambulanz bislang befindet. Dort läuft die Zulassung in gut sechseinhalb Monaten aus – über einen eingereichten Antrag auf Verlängerung ist bislang noch nicht entschieden worden.

Die Region hatte in einem Papier, das letzte Woche auch Thema im Regions-Sozialausschuss war, die Alternativen zum Weiterbetrieb der Ambulanz dargestellt. Dabei räumten die Fachleute nur dem Versorgungszentrum Chancen ein – für alle anderen Varianten sehen sie keine Genehmigungschancen.

Das betrifft auch die Weiterführung der Ambulanz in ihrer jetzigen Form. Der laufende Antrag solle demnach in erster Linie dem Zeitgewinn für eine langfristige Lösung dienen.

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte gegenüber der Neuen Deister-Zeitung bereits im Vorfeld ihre Ablehnung für ein Versorgungszentrum zum Ausdruck gebracht. Andererseits hatte man dort auch die Notfallambulanz selbst zunächst kritisiert – und dann dem Modell doch zugestimmt. Ein wichtiger Faktor werden die heimischen Ärzte sein: Wenn sie sich nicht von dem Zentrum überzeugen lassen, sinken die Chancen ganz erheblich.

SPD und CDU sehen angesichts der ungewissen Zukunft auch „unsere Sorge um die Sicherstellung der medizinischen Notfallversorgung nach Schließung des Klinikums Springe nachdrücklich bestätigt“, heißt es in dem Antrag, den der Rat in der kommenden Woche beschließen soll. Die Region müsse innerhalb der Klinikums-Chefetage einen Verantwortlichen stellen, der „den gesamten Prozess steuert und zum angestrebten Erfolg führt“.

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