weather-image
10°

Notfallambulanz: Landes-Ausschuss verschiebt Entscheidung

SPRINGE. Bürger, Verantwortliche und Politik müssen weiter auf eine Entscheidung über die Zukunft der Notfallambulanz warten:

Foto: Mischer
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Krankenhaus-Planungsausschuss des Landes hat das Thema nach Informationen der Neuen Deister-Zeitung auf den Herbst vertagt. Grund: dem Gremium fehlen noch „wichtige Informationen“ zu den Plänen des Klinikums Region Hannover.

Ein Sprecher des Niedersächsischen Sozialministeriums, wo der Ausschuss angesiedelt ist, sagte der NDZ, der Antrag würde nun in der nächsten Sitzung behandelt. Diese soll am 27. September stattfinden.

Beim Klinikum zeigte man sich gestern überrascht von der Nachricht aus Hannover: „Nach unserem Stand haben wir alle notwendigen Unterlagen vorgelegt“, sagt Sprecher Steffen Ellerhoff. Mit dem Antrag will das Klinikum erreichen, dass die zum Jahresende auslaufende Genehmigung für die Notfallambulanz noch verlängert wird – zumindest solange, bis vor Ort ein tragfähiges Nachfolgekonzept entstanden ist.

Denn dem jetzigen Modell gibt man trotz aller Vorschusslorbeeren bei der Region kaum eine Chance: Es sei mit Blick auf die rechnerische medizinische Versorgung vor Ort wohl nicht genehmigungsfähig, heißt es sinngemäß in einem Papier. Bei der Region empfiehlt man stattdessen ein von niedergelassenen Ärzten betriebenes Medizinisches Versorgungszentrum.

Die Verschiebung selbst sieht das Klinikum als unproblematisch an: Weil die Ambulanz in Springe organisatorisch als Außenstelle des Gehrdener Krankenhauses geführt wird, könne man auch kurzfristig umplanen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare