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Notfallambulanz: CDU und SPD wollen ein Konzept haben

SPRINGE. Die Große Koalition aus SPD und CDU in der Regionsversammlung hat sich den dauerhaften Erhalt der Notfallambulanz im Krankenhausgebäude auf die Fahnen geschrieben. Das ist Teil des Koalitionsvertrags, den die Parteien am Freitagnachmittag in Hannover vorgelegt haben.

„Die Daumenschrauben angelegt“: Bis zum 28. Februar soll die Region eine Konzeption für eine nachhaltige Lösung finden.
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Bis zum 28. Februar soll die Region demnach zusammen mit dem Klinikum als Betreiber, der Stadt Springe, den heimischen Ärzten und dem – vom Klinikum schon als beendet erklärten – Runden Tisch „eine Konzeption für eine nachhaltige Lösung unter Berücksichtigung der Aspekte Öffentlichkeitsarbeit, Erreichbarkeit und der ärztlichen Betreuung“ vorlegen – so formulieren es CDU und SPD in dem gemeinsamen Dokument.

Die angesprochenen Punkte sind die, zu denen die Kritik in den vergangenen Monaten wohl am lautesten war: Vertreter des Runden Tisches, an dem etwa Ärzte, Politik und Stadt sitzen, hatten mangelnde Werbung für die Notfallambulanz beklagt. Dabei ging es etwa um eine unzureichende Ausschilderung. Aber auch einen breit gestreuten Flyer und weitere Werbemaßnahmen vermissten viele Beteiligte.

Auch die Erreichbarkeit der Ambulanz und des Klinikums in Gehrden, das viele der Springer Betten aufgenommen hatte, waren immer wieder ein Thema. Zwar gab es Angleichungen bei den Fahrplänen von Bussen und Bahnen, sodass man etwa mit nur einem Mal Umsteigen in Weetzen per S-Bahn und Bus zum Gehrdener Krankenhaus gelangen kann.Trotzdem beklagten insbesondere Ältere den beschwerlichen Weg.

SPD-Unterbezirkschef Matthias Miersch zeigte sich gestern gegenüber der NDZ zufrieden: Man habe nun „gemeinsam die Weichen für eine dauerhafte Lösung für die Notfallambulanz in Springe gestellt“. Damit seien „die bisherigen Irrungen und Wirrungen hoffentlich Geschichte.“

Die an der Koalition beteiligten Springer Regionsabgeordneten reagierten ebenfalls positiv: „Das ist der Schritt, den ich schon lange gefordert habe“, so Eberhard Brezski (SPD). Gegenüber den Verantwortlichen würden nun „die Daumenschrauben angelegt“. Dass es endlich ein Konzept für den langfristigen Erhalt der Ambulanz gebe, sei ihm wichtiger als der Zustand des Gebäudes, der zuletzt öffentlich diskutiert worden war.

Gabriela Kohlenberg (CDU) betonte, es sei wichtig, dass konkrete Forderungen in den Vertrag geschrieben worden seien und nicht „einfach nur ein Konzept“ gefordert werde: „Klar ist aber auch, dass sich dafür etwas verändern muss.“

Kritik kommt vom FDP-Abgeordneten Klaus Nagel: Für ihn hängt eine Lösung davon ab, „ob die Krankenkassen mitmachen“: Letztlich muss das Klinikum einen Antrag auf Verlängerung der Ambulanz stellen. Für Nagel ist die Forderung „identisch mit dem, was uns auch am Runden Tisch zugesagt wurde“.

Information

CDU und SPD wollen den Mindestabstand von 800 Metern zwischen Windkraftanlage und Wohnbebauung nach zwei Jahren überprüfen.

Das Mindestvolumen für Restmüll soll gesenkt werden. Die O-Tonne kommt ebenfalls auf den Prüfstand. Geprüft werden soll auch die Einführung einer flächendeckenden Biotonne.

Die Städte sollen 2018 finanziell durch eine Senkung der Regionsumlage entlastet werden.

Unterstützt werden soll der Ausbau der Kitaplätze.

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