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Krankenhaus: Teilnehmer beklagen Kommunikation

SPRINGE. Das Klinikum? Hat ihn offiziell schon als aufgelöst erklärt. Die Mitglieder? Warten darauf, das sie endlich Zahlen bekommen. Und wundern sich über das vertrauliche Gespräch, dass die Springer SPD zum Krankenhaus mit Regionspräsident Hauke Jagau geführt hat.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Schon im November hatten Mitglieder des Runden Tisches per Mail Kontakt aufgenommen zum Klinikum: Sie wünschen sich endlich den lange zugesagten Termin, bei dem Zahlen vorgestellt werden sollen: Wer nutzt wann und wie die Notfallambulanz? Wo gibt es Defizite?

Verbindliches habe man bis vor ein paar Tagen noch nicht gehört, heißt es bei Mitgliedern des Runden Tisches, die in weiteren der NDZ vorliegenden Mails dem Klinikum „taktieren“ vorwerfen.

An anderer Ecke gibt es ebenfalls Unsicherheiten: Dr. Martin Creutzig, der angibt, für zahlreiche weitere Mitglieder des Tisches zu sprechen, zeigt sich irritiert von dem vertraulichen Gespräch zum Klinikum, das unter anderem SPD-Ratsfraktionschef Bastian Reinhardt und Springes SPD-Vorsitzender Eberhard Brezski mit Regionspräsident Hauke Jagau geführt haben (wir berichteten).

Dabei ging es um die Notfallambulanz – aber auch um weitere Dinge, die Springe betreffen: „Möglicherweise sind auch weitere Themen rund um die medizinische Versorgung in Springe diskutiert worden“, sagt Creutzig. Es stehe „in diesem Land jedem frei, sich mit wem auch immer zu treffen“, betont er. Trotzdem sei die Frage, „wem es nützt“.

Der Runde Tisch arbeite nach wie vor parteiübergreifend „an der Herausforderung gegenwärtiger und zukünftig guter medizinischer Versorgung in Springe“, betont Creutzig. Tatsächlich hatte das Klinikum zuletzt betont, der Runde Tisch bestehe nicht mehr – man sei aber in Kontakt mit dessen Mitgliedern.

Aus Creutzigs Sicht sind es gerade die Überparteilichkeit und die kritische Sicht auf die Haltbarkeit der Ergebnisse, die den Runden Tisch beim Bürger Akzeptanz finden ließen: „Man kann es auch anders formulieren: Der Runde Tisch ist so ein bisschen bürgernahe Schweiz“, sagt Creutzig. Dass sich der Regionspräsident dann ausschließlich mit seinen Parteifreunden treffe, habe „den Touch des Konspirativen“.

Nun gelte es für die Sozialdemokraten, Fakten über das Gespräch bekanntzugeben: „Den Runden Tisch und die Öffentlichkeit würde das schon sehr interessieren“, formuliert Creutzig: Nur so könne man in der Runde zum Wohle Springes weiterarbeiten.

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