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Krankenhaus: Bastian Reinhardt fordert Klartext

SPRINGE. Kritik am Vorgehen der Region und des Klinikums Region Hannover (KRH) in Sachen Notfallambulanz wird immer lauter. Nachdem sich bereits die CDU-Regions-Fraktion mit Nachfragen an Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) gewandt hatte, legt jetzt dessen Parteigenosse, Bastian Reinhardt, nach. Er nimmt in einem offenen Brief an Jagau auch die Einsparungen der Sparkasse in den Ortsteilen kritisch unter die Lupe.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Reinhardt nimmt in dem offenen Brief an Jagau auch die Einsparungen der Sparkasse in Springes Ortsteilen kritisch unter die Lupe. Die Schließung einiger Sparkassen-Filialen in Springe und die Verlagerung des Firmenkundengeschäftes“ führen laut Reinhardts Auffassung „ebenfalls nicht zu einer besseren Stimmungslage“. Man stelle sich in der Stadt die Frage: „Verlagerung nach Gehrden? Wie auch das Krankenhaus?“

Beim Thema Klinikschließung bezieht sich Reinhardt auf die Berichterstattung der Neuen Deister-Zeitung zum Zustand des Gebäudes und zur Informationsveranstaltung der KRH im Kulturheim: Teilnehmer hatten sie als Werbeveranstaltung für das Gehrdener Klinikum bezeichnet.

In seinem offenen Brief geht Reinhardt in die Vollen und spricht Jagau direkt an: Als neu gewählter Vorsitzender der Ratsfraktion sehe er sich in der Pflicht, ihn „aufzufordern, bei diesem Thema für eine offene Informationspolitik zu sorgen“. Jagau müsse klar sein, dass über die Entwicklungen „großer Unmut“ herrsche. Springer Bürger fühlten sich „am langen Arm verhungert“.

Reinhardt bittet Jagau, „die Informationen transparent zu gestalten und eine offene Aussage zum wirklichen Zustand des Gebäudes zu treffen“. Immerhin seien seit Beginn der Planungen „bis jetzt nach der Umsetzung keine Zahlen veröffentlicht worden – obwohl mehrfach genau das angekündigt wurde“, kritisiert Reinhardt.

Alle Beteiligten in Springe sollten „endlich Klarheit bekommen“, welche Hintergründe zu der Schließung führten und wie es weitergeht. Zudem fordert er den Regionspräsidenten auf, dass „dieses Gebäude schnellstmöglich einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden kann.“ In Springe, heißt es, wäre es allen am liebsten, wieder ein Krankenhaus zu haben.

Anfang Oktober hatte die heimische SPD mit ihrem Parteichef Eberhard Brezski Kritik am Krankenhaus-Kurs der Regions-SPD geäußert. Nach der Informationsveranstaltung warf Brezski, wie berichtet, der ärztlichen Leitung des Gehrdener Klinikums vor, die heimische Einrichtung in Springe zu „torpedieren“ und deren vorzeitige Schließung zu betreiben.

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