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Brezski zur Notfallambulanz: Geheimabsprachen gab es nicht

SPRINGE. Das Treffen einiger heimischer Sozialdemokraten mit Regionspräsident Hauke Jagau (wir berichteten) sorgt weiter für Wirbel: Der SPD-Vorsitzende Eberhard Brezski verteidigt die Zusammenkunft in Sachen Krankenhaus gegen Kritik aus den Reihen des Runden Tisches.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

In dem Gremium, das den Veränderungsprozess begleitet, fühlt man sich schon länger nicht ausreichend über den Stand der Dinge informiert.

Man werde sich, so Brezski, anders als vom Runden Tisch gefordert, „nicht zu angeblichen Geheimgesprächen erklären“. Warum? Es habe diese schlicht nicht gegeben. Vielmehr handelte es sich um „eine Gesprächsrunde“ auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch, „die die unterschiedlichsten Themen zum Thema hatte“, schreibt Brezski in einer Stellungnahme auf der Internetseite der SPD.

Die Sorge des Runden Tisches, beim Thema Notfallambulanz außen vor zu bleiben, weist Brezski zurück: Man werde das Gremium schon allein deswegen „nicht unterlaufen“, weil dessen Einrichtung ein Teil der Bedingungen sei, die die SPD vor der Schließung des Krankenhauses bei Regionspräsident Jagau ausgehandelt habe.

Dass es Probleme mit der Notfallambulanz gibt, streitet Brezski nicht ab: Diese habe er in den vergangenen Monaten „in Richtung Region kommuniziert“. Deswegen will er Chancen wie das Treffen mit Jagau nicht sausen lassen: „Die SPD und ich wären schlechte Vertreter für Springe, wenn wir nicht alle Gesprächskanäle nutzen würden.“ Dass er als frisch gewählter Regionsabgeordneter den Regionspräsidenten „nahezu wöchentlich“ treffe, sei ein zusätzlicher Vorteil. Die Äußerungen von Martin Creutzig, in dessen Namen der Runde Tisch seine Kritik verbreitet hatte, nehme er „bedauernd zur Kenntnis“ – ändern will er aber nichts an seinem Vorgehen. Ein Angebot macht er dem Runden Tisch trotzdem: Dessen Ideen bringe er „gerne in die Diskussion ein“.

Für die SPD ist das Thema Krankenhaus nach wie vor heikel: Weil die Regionsfraktion gemeinsam mit den Grünen für die Schließung gestimmt hatte, kreiden viele Springer diesen Schritt auch den Genossen vor Ort an. Die wiederum betonen, sie hätten sich von Anfang an gegen die Schließung eingesetzt. Und dafür, dass wenigstens die Notfallambulanz kommt. Dass deren langfristiger Fortbestand nun im Regions-Koalitionsvertrag von SPD und CDU steht, habe man ebenfalls mitzuverantworten, betont Brezski: Die Springer SPD habe daher „ein signifikantes Interesse an der Weiterentwicklung der Notfallambulanz“. Wie die letztendlich umgesetzt wird – das werde auch ein Thema am Runden Tisch.zett

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