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SPD stellt Wahlprogramm vor

Springe. „Leben in Springe – Mittendrin statt nur am Rand“ – so lautet das Motto der SPD für den bevorstehenden Wahlkampf. Partei-Chef Eberhard Brezski stellte den Mitgliedern jetzt das Programm für die Kommunalwahl vor.

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Autor:

von saskia helmbrecht

Springe. „Leben in Springe – Mittendrin statt nur am Rand“ – so lautet das Motto der SPD für den bevorstehenden Wahlkampf. Partei-Chef Eberhard Brezski stellte den Mitgliedern jetzt das Programm für die Kommunalwahlen am 11. September vor. „Wir liegen zwischen Hannover, Hameln und Hildesheim, das müssen wir stärken“, so Breszki über die gute Lage von Springe.

Mit wem die SPD bei der Kommunalwahl ins Rennen geht, steht ebenfalls fest: Fraktionsvorsitzende Katrin Kreipe und Ratsvorsitzender Volker Gniesmer sind die Spitzenkandidaten. Kreipe führt die Liste im Wahlbezirk I (Springe, Altenhagen I, Alvesrode) an, Gniesmer steht auf Platz eins für die restlichen Ortsteile.

Kernforderung der SPD Nummer eins: die Durchsetzung einer besseren ortsnahen Krankenhausversorgung. „Springe hat eine vernünftige Nachfolgelösung verdient“, betonte Breszki und berichtete von seinem Besuch in der Notfallambulanz. „Es besteht Verbesserungsbedarf, wir brauchen Ärzte, die breiter aufgestellt sind.“

Auf das Thema Krankenhaus folgte die heimische Schullandschaft: „Die IGS ist ein voller Erfolg“, sagt Brezski und betont, wie gut das Angebot bereits angenommen werde. Jetzt müsse aber auch dafür gesorgt werden, dass das so bleibt.

Neben dem Ausbau und Erhalt der IGS möchte die SPD in ihrem Wahlprogramm auch für den Ausbau der Betreuungsangebote werben. „Die Krippenplätze reichen nicht aus.“

Der Erhalt der Infrastruktur, die Stärkung der örtlichen Wirtschaft und die Gestaltung einer modernen Verwaltung nehmen ebenfalls großen Raum in Anspruch, dazu gehöre auch das Einrichten eines Zentralen Bürgerbüros – aber – so betonte Brezski auf der Versammlung – die Ortsteile sollten mit dem neuen Büro nicht „abgehängt werden“, wie von vielen befürchtet wurde.

Nachholbedarf siehe er aber vor allen Dingen in der Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden. Denn: Mit dem Programm möchte die SPD auch die ältere Generation mit generationsübergreifenden Wohnformen ansprechen, sie möchte aber gleichzeitig die Jüngeren in Blick nehmen, beispielsweise mit ihrer Forderung nach freiem Internet oder einer Online-Anmeldung für die Kindertagesstätten.

„Wir waren mal familienfreundlich – da müssen wir wieder hin“, so Brezski. Wie gut das funktionieren kann, zeige das Jugendzentrum in Bennig-

sen. „Das ist eine große Bereicherung und wird sehr gut angenommen.“ Um weitere junge Familien nach Springe zu locken, sei es aber auch wichtig, Baumöglichkeiten zu schaffen. Attraktivität gehe auch von der Stadtbibliothek und vom Museum aus. „Nach dem Rücktritt von Frau Schwager müssen wir alles daran setzen, das Museum zu erhalten.“

Für den Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser, die immer mal wieder für Diskussionen sorgen, wenn es um teure Sanierungsarbeiten geht, möchten sich die Sozialdemokraten ebenfalls einsetzen. Das umfangreiche Wahlprogramm sorgte aber auch für Diskussionsstoff. „Die Liste ist viel zu lang, das liest dann keiner mehr“, kritisierte Karsten Hampe vom Ortsrat Völksen. „Es ist klar, dass das Programm noch eingedampft werden muss“, stellte Breszki klar.

Im Zusammenhang mit dem Krankenhaus mussten sich die SPD-Mitglieder auch mit der Frage beschäftigen, in wieweit sie sich von der Region distanzieren möchten. „Wir bekennen uns zu Hannover“, so Brezski.

Vielmehr gehe es aber darum, konkrete Forderungen auf den Tisch zu bringen, so die Anregung von Simone Oertel gen. Bierbach vom Völksener Ortsrat. „Wir müssen da mehr Beispiele nennen.“

Bis zu den Sommerferien Ende Juni soll das Programm fertiggestellt werden.

Die Kandidaten:

Wahlbereich I: Stadtrat Springe I: Katrin Kreipe, Carsten Marock, René Bennecke, Bastian Reinhardt, Harald Malz. Hartmut Albers. Stefan Schulz. Franz Schwanzer. Wahlbereich II: Volker Gniesmer, Simone Oertel gen. Bierbach, Klaus Klingenberg, Ursel Postrach, Eberhard Brezski, Tanja Becker, Klemens Brandt, Volker Bessling, Jan Mensing, Wilfried Haun, Rudolf Beck, Sigrid Hachmeister, Heike Brenneke-Schiller, Benjamin Ellermann, Nino Voges.

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