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AfD erreicht 8,6 Prozent / FDP gewinnt 4,9 Prozentpunkte dazu

Schwarzer Tag für Rot und Grün

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VON CHRISTIAN ZETT UNd MARITA SCHEFFLER

Die CDU kann damit ihre 13 Sitze im Stadtrat verteidigen, die SPD büßt zwei Stühle ein – die Fraktion besteht künftig nur noch aus elf Vertretern.

Die Grünen kommen auf zehn Prozent und müssen damit ein Minus von 8,1 Punkten verkraften. Statt sieben stehen der Partei jetzt nur noch vier Plätze zu. Viertstärkste Kraft auf kommunaler Ebene ist die AfD: Sie fährt bei ihrer Premiere 8,6 Prozent ein. Die FDP kann sich über einen deutlich Zuwachs freuen und kommt auf 7,2 Prozent (Plus 4,9 Punkte).

Das gute Abschneiden der AfD hat auch Auswirkungen auf die Größe des Stadtrates: Einer der 36 Sitze bleibt künftig unbesetzt: Die Alternative hatte nur zwei Kandidaten aufgestellt, rechnerisch stehen ihr jedoch drei Mandate zu. Einen Nachrücker bestimmen kann sie nicht.

Der Stadtrat wird so bunt wie noch nie. Zusätzlich zu SPD, CDU, Grünen, FDP (zwei Sitze) und der neuen AfD ziehen auch die Linken (1), die Freien Wähler (1) und der Einzelkämpfer Uwe Lampe ins Gremium ein. Sowohl die „Allianz Bürgerwille“ als auch die Einzelkämpferin Sabine Schiepanski haben den Sprung dagegen verpasst.

Er sei froh, dass keine Partei die absolute Mehrheit geholt habe, kommentierte Springes Bürgermeister Christian Springfeld gestern Abend das Ergebnis: „Es ist immer gut, wenn man miteinander reden muss.“ Der Erfolg der AfD stimme ihn nachdenklich. Es sei überraschend, dass eine Gruppe fast jeden zehnten Wähler für sich begeistern könne, die „bei uns bislang kommunalpolitisch noch gar nicht in Erscheinung getreten ist“.

Vor allem das Gesicht der CDU wird sich verändern. Fünf Mitglieder ziehen neu in den Stadtrat ein (Karl-Heinz Friedrich, Ann-Kristin Nikolay, Oliver Groseck, Jörg Niemetz und Friedrich Mattiszik). Dafür verlieren der Bürgermeister-Kandidat von vor fünf Jahren, Friedrich Woltmann, und das Partei-Urgestein Heinrich Eicke sowie dessen gleichnamiger Sohn ihren Sitz.

Bei der SPD müssen Klemens Brandt, Volker Beßling und Benjamin Ellermann ihren Stuhl räumen. Nach 25 Jahren endet außerdem die Ratstätigkeit von Jürgen Kohlenberg: Unter der Fahne der Freien Wähler erreichte der frühere Christdemokrat nicht die erforderliche Stimmenzahl.

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