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Listen der SPD, CDU, FDP und Linken werden von Deisterstädtern angeführt

Region: 16 Springer wollen mitmischen

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Wer einen der begehrten 84 Plätze in der Regionsversammlung – wie der „Kreistag“ offiziell heißt – erhält, werden die Kommunalwahlen am Sonntag ergeben. Die Wahlzeit beträgt fünf Jahre. Nicht entschieden wird dieses Mal über den Namen des 85. Entscheidungsträgers: Regionspräsident Hauke Jagau bleibt im Amt; er war erst 2014 wiedergewählt worden.

Region entscheidet über

Straßen und Windkraftflächen

Die Regionsversammlung erlässt Satzungen, entscheidet über den 1,6 Milliarden Euro umfassenden Haushalt und auch darüber, wie sich das Gebiet zwischen Steinhuder Meer, der Wedemark und dem Deister entwickelt – etwa, wo Windräder gebaut werden dürfen oder welche Kreisstraßen saniert werden.

Um die 84 Sitze buhlen 694 Männer und Frauen. Hinter ihnen stehen 18 Parteien und Wählergruppen, es gibt aber auch zwei Einzelbewerber (eine davon aus der Deisterstadt). Die 24 068 Wahlberechtigten aus Springe haben elf Parteien, Gruppen beziehungsweise eine Einzelbewerberin zur Auswahl. Nicht angetreten sind im heimischen Wahlbereich Gruppen wie die „Aktive für ein Soziales Hannover“, das „Bündnis C – Christen für Deutschland“ oder auch die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz und Elitenförderung“.

Der langjährige Springer Regionsabgeordnete der SPD, Detlev Herzig, tritt nicht wieder an. Seinen Platz möchte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Eberhard Brezski, übernehmen. Bei der CDU will Gabriela Kohlenberg eine vierte Amtszeit anhängen. Ebenfalls derzeit im Regionsparlament vertreten ist Elke Thielmann-Dittert, die wieder für die Grünen kandidiert.

Die Region hat passend zur Wahl eine Bewerber-Statistik aufgestellt. Demnach gibt es zwar in diesem Jahr im Regionsgebiet mehr Parteien und Wählergemeinschaften, allerdings können diese Gruppen 27 Kandidaten weniger vorweisen als bei der Regionswahl 2011.

Weitere Auszüge aus der Zahlen-Aufstellung: 61 der 694 Bewerber kämpfen für eine Wiederwahl. Der Anteil der Frauen liegt bei 32,1 Prozent, das Durchschnittsalter bei 49,5 Jahren. Die Region Hannover wird derzeit von einer rot-grünen Mehrheit regiert. Die SPD hat 31 Sitze, die Grünen 16. Die CDU ist mit 26 Abgeordneten vertreten, die FDP mit drei. Dazu kommen jeweils zwei Vertreter der Hannoveraner und der Freien Wähler, Linke und Piraten stellen zusammen drei Politiker. Ein weiteres Mitglied ist fraktionslos.

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