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Neuauszählung nach Wahlpanne: FDP fehlt Sitz im Springer Rat

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VON CHRISTIAN ZETT

Grund: In einem Bezirk waren bei der Auszählung am Wahlabend zwei FDP-Stimmen übersehen worden. Und eine von ihnen macht unter dem Strich den großen Unterschied: Sie beschert den Liberalen einen zusätzlichen Sitz im 37-köpfigen Rat – und zwar auf Kosten der Grünen. Weil der Unterschied jedoch so knapp ist – und deshalb durchaus öfter vorgekommen sein könnte – ist die Neuauszählung aller Ratsstimmen aus Walters Sicht der einzig saubere Weg. Die parallel erfolgten Abstimmungen zur Regionsversammlung und zu den Ortsräten sind nicht betroffen. „Für sie ist die Einspruchsfrist jetzt auch abgelaufen“, sagt Walter.

Offiziell beschließen müsste die Neuauszählung der Rat – kurioserweise allerdings der neue, der erst am 3. November zusammenkommt. „Das sieht das Kommunalwahlrecht so vor“, sagt Walter, der keinen Hehl daraus macht, dass er die Sache lieber schneller hinter sich gebracht hätte.

Aufgefallen war der Fehler nach einer Anfrage der FDP – die sich gewundert hatte: In 43 der 44 Wahlbezirke stadtweit hatte sie Zuwächse verzeichnet – nur in einem nicht. Die Stadt wiegelte zunächst ab – als die Liberalen hartnäckig blieben, überprüfte man die FDP-Stimmen im betroffenen Bezirk noch einmal. Bei der Neuberechnung inklusive der zwei übersehenen Kreuze stieß man im Rathaus dann auf die Sitzverschiebung: „Nur eine Stimme mehr hätte noch keinen Unterschied gemacht“, betont Walter.

Der Gemeindewahlausschuss hatte das Ergebnis in seiner Sitzung am 15. September noch abgesegnet: Walter und die anderen Mitglieder unterzeichneten die „Niederschrift zur Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses“ – für die Ratswahl verzeichnet das Dokument „keine Beanstandungen oder Bedenken“.SPRINGE | 9

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