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Ortsräte: Dreikampf in der Kernstadt / Spannung in Bennigsen

Marock hat die Nase vorn

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

KERNSTADT

Das spannendste Rennen des Abends lieferten sich die drei selbst erklärten Ortsbürgermeisterkandidaten der Kernstadt. Am Ende ließ Amtsinhaber Carsten Marock mit 2311 Stimmen Karl-Heinz Friedrich (2129) und Uwe Lampe (1230) hinter sich. Stärkste Fraktion in der Kernstadt ist aber knapp die CDU. Insgesamt werden künftig sechs Gruppen im Ortsrat vertreten sein: SPD, CDU, Grüne, Freie Wählergemeinschaft, FDP und Uwe Lampe.

VÖLKSEN

Eindeutig das Ergebnis in Völksen: Die SPD schafft es auch ohne die abgetretene Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister, die CDU in Schach zu halten: 45,5 zu 28,2 Prozent. Grüne, FDP und Freie Wählergemeinschaft sind ebenfalls vertreten. Als designierter Nachfolger für Hachmeister war Andreas Wietstock (SPD) angetreten.

BENNIGSEN

Spannende Konstellation in Bennigsen: Zwar holte Ortsbürgermeister Volker Gniesmer die meisten Stimmen unter allen Kandidaten. Doch um eine Mehrheit im Ortsrat dürfte gefeilscht werden: SPD und CDU (mit Gegenkandidat Jörg Niemetz) kommen beide auf vier Sitze. Sollte die FDP die CDU unterstützen und der Grünen-Kandidat die SPD, dann bliebe Thomas Blümchen von der neuen Allianz Bürgerwille als Zünglein an der Waage.

ALTENHAGEN I

Wenn es nur eine Liste gibt, gibt es auch nur Gewinner: Die Wählergemeinschaft besetzt logischerweise alle sieben Plätze im neuen Ortsrat. Die meisten Stimmen holte Ortsbürgermeisterin Kai Dettmer – sie wird wohl auch im Amt bleiben.

ALVESRODE

In Alvesrode gab es gestern Abend nur einen Gewinner – zumindest auf dem Papier. Die CDU holte deutlich mehr Stimmen als 2011 – SPD, Grüne und Wählergemeinschaft verloren. Ortsbürgermeister dürfte damit Dieter Gonschorek (CDU) bleiben, der auch als Einziger eine dreistellige Anzahl Stimmen auf sich vereinen konnte.

GESTORF

Der alte Bürgermeister ist der neue Bürgermeister: Eberhard Brezski holte mit seiner SPD die Mehrheit. Und persönlich die meisten Stimmen.

HOLTENSEN/BOITZUM

Bleibt alles (fast) gleich: Vier Sitze für die CDU, zwei für die SPD. Und Sabine Schiepanski, die dieses Mal als Einzelkämpferin angetreten war. Dass Heinrich Freimann (CDU) erneut Ortsbürgermeister wird, dürfte damit Formsache sein.

ALFERDE

Das war knapp: Beinahe hätte der Alferder Ortsrat einen Sitz ungenutzt lassen müssen. Der Grund: SPD-Einzelkämpferin Tanja Becker holte alleine gegen die als Wählergemeinschaft organisierte restliche Kandidatenrunde stolze 18,3 Prozent. Ein bisschen mehr – und die SPD hätte das Anrecht auf zwei Sitze gehabt. Aber keine weiteren Kandidaten. So bleibt alles beim Alten in Sachen Sitzverteilung. Und Amtsinhaber Uwe Metz kann sich erneut zum Ortsbürgermeister wählen lassen. LÜDERSEN Gibt es noch klassische SPD-Hochburgen im Stadtgebiet? Ja, die gibt es – und eine von ihnen ist Lüdersen. 62,7 Prozent – das ist eindeutig.

Und trotzdem weniger als vor fünf Jahren. Den Rest der Stimmen holte die CDU – trotzdem reicht es rechnerisch für die SPD nur noch für vier Sitze; die CDU kommt auf drei. Erst vor fünf Jahren hatten die Sozialdemokraten der CDU einen Sitz abgenommen.

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