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Lampe tritt bei der Kommunalwahl an

2010 Stimmen hat der Parteilose Uwe Lampe bei der Bürgermeisterwahl im Januar erhalten, die Stichwahl nur haarscharf verfehlt und damit mehr als einen Achtungserfolg erzielt. Seine Beliebtheit will der frühere Sozialdemokrat jetzt nutzen, um in den Stadt- sowie den Ortsrat einzuziehen.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

„Ich kandidiere wieder ohne Parteibuch“, stellt der 62-jährige aus der Kernstadt klar. „Ich halte es für wichtig, dass auch Personen ohne Parteimitgliedschaft – aber mit kommunalpolitischer Erfahrung – mitarbeiten und mitgestalten.“ Seine Unabhängigkeit wolle er vor allem nutzen, „um regulativ zu wirken“.

Der Vorsitzende der Springer Tafel hat soziale Themen im Blick, will aber auch klar zu anderen Punkten Position beziehen. Da ist zum Beispiel der Plan, einen zweiten S-Bahn-Halt an der Deisterpforte zu bauen. Für Lampe „ein Schildbürgerstreich“. Es sei viel wichtiger, die Bewohner der Ortsteile besser an die Schienen anzubinden. Einer Bebauung des Deisterkessels steht er ebenfalls kritisch gegenüber – nicht nur aus umweltpolitischen Gründen. „Selbstverständlich muss auch in der Kernstadt gebaut werden dürfen. Aber eben nicht nur Einfamilienhäuser. Wir brauchen auch bezahlbaren Wohnraum für alle anderen.“ Das Denken sollte in Richtung Mehrfamiliengebäude gehen.

Einige der Gutachten, die zuletzt gefordert oder in Auftrag gegeben worden sind – etwa zur Einzelhandelsentwicklung – hält Lampe für unnötig. Zahlreiche Fragen würden sich mit gesundem Menschenverstand beantworten lassen, ohne dass externe Fachleute hinzugezogen werden müssen, ist der 62-Jährige überzeugt.

Vor der Bürgermeisterwahl hatte Lampe 180 Unterschriften sammeln müssen, um offiziell zugelassen zu werden. Jetzt sind lediglich 30 Signaturen erforderlich. Knapp zwei Wochen hat er noch Zeit, um sie im Rathaus vorzulegen.

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