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Grüne gegen Deisterkessel

Der Deisterkessel – er ist im Wahlkampf 2016 angekommen: Die Grünen lehnen die umstrittene Bebauung des Hangs nördlich des Hamannsbruchs in ihrem Programm klar ab.

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VON CHRISTIAN ZETT

SPRINGE.

„Weiterhin keine Ausweitung der Wohnbebauung in den Deisterkessel“ heißt es dort unter dem Titel „Nachhaltige Stadtentwicklung“. Stattdessen fordert die Partei, die bislang sieben Sitze im 37 Politiker starken Rat hat, „vorhandene Ressourcen“ zu nutzen und den Flächenverbrauch zu reduzieren. Es gehe um eine „maßvolle Siedlungsentwicklung unter Einbeziehung des Bestands“. Soll heißen: Neue Baugebiete sind alles andere als ein Muss.

Die SPD erwähnt den Deisterkessel in ihrem Programm nicht explizit – man wolle „in allen Ortsteilen Bauen weiter ermöglichen“, heißt es dort. Bei der Erschließung neuer Gebiete gelte es, den sozialen Wohnungsbau und generationenübergreifende Wohnformen zu berücksichtigen.

Bei der Stadt hatte man sich zuletzt bei dem Thema zurückgehalten: Zwar hatte Bürgermeister Christian Springfeld die Flächen im Wahlkampf als „Filetstück“ bezeichnet. Doch die Stadtspitze will jetzt erst einmal verhindern, dass der Deisterkessel – wie 2011 – im Wahlkampf zerredet wird. Fest steht: Durch den Ausbau der Straße Hamannsbruch samt Kreisverkehr vor einigen Jahren steht zumindest ein Teil der Infrastruktur schon.

Die Grünen haben sich noch mehr Gedanken in Sachen Stadtentwicklung gemacht: Sie wollen – ähnlich wie die Region es vorschreibt – vor allem die großen Ortsteile Springe, Eldagsen, Bennigsen und Völksen voranbringen. In kleineren Ortsteilen will man sich dagegen auf den Lückenschluss konzentrieren.

Und dann haben die Grünen in ihrem jetzt vorgelegten Programm noch einen Vorschlag im Gepäck, der ähnlich schon mal durch den Rat geisterte – als Antrag der „Freien Gruppe“: Sie wollen das Einzelhandelskonzept zusammen mit den Themen Schulentwicklung, Verwaltungsentwicklung und Feuerwehrplan zusammenführen zu einem Stadtentwicklungskonzept.

Freie Wähler, FDP und Ratsherr Jürgen Kohlenberg waren vor einem Jahr im Rat mit ihrem gemeinsamen Vorstoß deutlich gescheitert: Damals stimmte auch die Fraktion der Grünen dagegen.

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