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Keine Partei kann künftig alleine reagieren

Die Suche nach Mehrheiten

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VON MARITA SCHEFFLER

Lediglich die AfD wird bislang kategorisch als Partner ausgeschlossen.

„Wir sind mit der bisherigen Situation gut gefahren“, lautet die Bilanz von SPD-Fraktionschefin Katrin Kreipe. SPD und CDU hatten gleich viele Sitze, die Mehrheiten wurden themenabhängig gebildet. Im neuen Stadtrat verfügt die CDU über zwei Plätze mehr als die SPD. Ein Umstand, den Kreipe gelassen hinnimmt: „Natürlich wollten wir die stärkste Fraktion werden. Aber das Ergebnis ist trotzdem ok.“ Die allgemeine Wechselstimmung spiegle sich ebenso wieder wie die Krankenhaus-Nachwehen.

Die CDU hat sich im Vorfeld zu einer möglichen Partnerwahl keine Gedanken gemacht. „Das macht man auch nicht“, meint Fraktionschef Wilfred Nikolay. Er sei „nicht überrascht, wie durchmischt der Stadtrat jetzt ist“. Mehr will der Unionschef nicht sagen, bevor intern das Wahlergebnis ausgewertet worden ist.

Als drittstärkste Kraft im Rat (vier Sitze) sind die Grünen kein unattraktiver Koalitionspartner. Der Parteivorsitzende Thomas Hüper-Maus ist dennoch nicht in Lauerstellung. Lediglich ein schwarz-rotes Bündnis habe die nötige Größe, um „klare Verhältnisse“ zu schaffen – doch nichts deutet darauf hin. Wer das Gespräch mit ihnen suchen wolle, sei willkommen. „Wenn dabei vernünftige Ergebnisse herauskommen, können wir über alles reden.“ Nur die AfD, die könne sich den Anruf getrost sparen.

Die FDP wird konkreter. Eine weitere Zusammenarbeit mit den Freien Wählern sei eine Option, verrät Ratsherr Klaus Nagel. Die Liberalen verfügen künftig über zwei Sitze (bislang einer), können aber zusammen mit den Freien die Fraktionsstärke erreichen.

An die CDU oder die SPD werde man nicht andocken, kündigt Nagel an. Wichtiger als die Macht sei, „verlässlich zu sein und unsere Themen durchzubringen“. Auch ein Abklopfen der Schnittmenge mit dem Einzelkämpfer Uwe Lampe schließt er nicht aus: „Darüber werden wir diese Woche bei unserer Vorstandssitzung sprechen.“

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