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Vorbereitung auf die Kommunalwahl

Rund 14 900 Männer und Frauen werden am 11. September aufgerufen sein, in Bad Münder ihr Kreuz zu machen und einen neuen Stadtrat und neue Ortsräte zu bestimmen. Die Kommunalwahl wirft ihre Schatten voraus – und die etablierten Parteien haben ihre Kandidatenlisten weitgehend zusammengestellt.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Parteien, Wählergruppierungen und Einzelbewerber, die noch Unterstützerunterschriften benötigen, um zur Kommunalwahl antreten zu können, haben noch bis zum 25. Juli, 18 Uhr, Zeit, ihre Unterlagen einzureichen.

Über die Bewerber, die sich schon gemeldet haben, macht die Verwaltung noch keine Angaben. Nicht für einen Sitz in Orts- oder Stadtrat oder Kreistag kandidieren wird aber Glasklar, die politische Gruppierung um Dennis Kühn und Alexander Rohloff, die bislang im Ortsrat Flegessen, Klein Süntel, Hasperde vertreten war. Der Vorsitzende Rohloff kündigt eine „alternative Begleitung des Wahlgeschehens“ an. In der kommenden Wahlperiode soll das Agieren der Räte „konstruktiv von außen“ begleitet werden, Glasklar will Beobachter sein und Fragen stellen – und ausloten, ob nicht mit „kreativem Spielraum“ mittelfristig auch eine Ortsratsarbeit abseits der eingetretenen Pfade möglich sein kann.

Anders als in anderen Ortsräten wird es voraussichtlich in Hachmühlen und Brullsen zugehen – allein schon das Fehlen der beiden großen Parteien SPD und CDU schafft eine einmalige Situation. Zehn Bewerber hat die Freie Wählergemeinschaft auf einer Liste versammelt, keine hingegen die beiden großen Volksparteien. Für CDU-Stadtverbandschef keine glückliche Situation, aber sie sei besser als die Vorstellung, dass nur SPD- oder nur CDU-Mitglieder den Ortsrat stellen würden. In der Freien Wählergemeinschaft fänden sich Vertreter unterschiedlicher Ausrichtungen, sagt CDU-Stadtverbandschef Hans-Ulrich Siegmund.

Und auch sein SPD-Gegenüber Uwe Nötzel betont das Miteinander für die Ortschaft, das in der Ortsratsarbeit im Vordergrund stehe. „Ein Ortsrat ist kein Kampfgebiet für Parteipolitik“, stellt er fest. Wie Siegmund ist auch Nötzel froh, in allen anderen Ortsteilen Kandidaten stellen zu können. Und auch die Verteilung stimme: Von SPD-Urgestein Helmut Steinwedel, der zumindest im Stadtrat die Belange von Brullsen und Hachmühlen vertreten will, bis hin zu einer engagierten Gruppe junger Bewerber reicht die Liste. „Da wird mir, anders als in den vergangenen Jahren, um die Zukunft nicht bange.“

Neben den aktuell im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen SPD, CDU, proBürger und Grüne will auch die FDP den Sprung in das höchste Gremium der Stadt – nach fünfjähriger Zwangspause – wieder schaffen. Für den Kreistag gibt es zudem neben den etablierten Parteien auch mündersche Bewerber von Die Partei, von „UFB Hameln-Pyrmont“ und „Die Unabhängigen Hameln-Pyrmont“.

Die Alternative für Deutschland (AfD), die große Unbekannte bei der Kommunalwahl, soll bislang – wie auch die Republikaner – keinen Wahlvorschlag für einen münderschen Ortsrat oder den Stadtrat eingereicht haben.

Für die Kommunalwahl sucht die Verwaltung noch Wahlhelfer. Das Wahlhelferehrenamt dürfen alle Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit oder einer Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union übernehmen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in Bad Münder gemeldet und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Informationen dazu gibt es bei Tobias Pischel (05042/943149) und unter wahlen@bad-muender.de.

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