weather-image

Sieben Liberale für Stadtrat und Kreistag

BAD MÜNDER. „Es geht mir vor allem um die Stadtentwicklung“, sagt Guido Westphal, Kandidat der Freien Demokraten, der auf Listenplatz 2 steht. Sieben Kandidaten umfasst die Liste der Liberalen für den Stadtrat und den Kreistag.

Liberale

Autor:

Christoph Huppert

BAD MÜNDER. „Es geht mir vor allem um die Stadtentwicklung“, sagt Guido Westphal, Kandidat der Freien Demokraten, der auf Listenplatz 2 steht. Das Besondere: Er ist gar kein Mitglied der örtlichen FDP. Der 47-jährige Industriekaufmann hat sich bei der Bürgerinitiative „Glasklar“ engagiert, die mit ihrem Vorsitzenden Dennis Kühn seinerzeit den Bürgerentscheid in Sachen Grundschule auf den Weg gebracht hat.

Sieben Kandidaten umfasst die Liste der Liberalen, die jetzt bei der Aufstellungsversammlung verabschiedet wurde. Nach dem Ortsvereinsvorsitzenden Peter Lehmann und Guido Westphal rangiert der mündersche Zahnarzt Thomas Grahl auf Platz 3, gefolgt von der ehemaligen Ratsfrau Beatrix Nehmann aus Klein Süntel. Platz 5 bis 7 belegen Thorbjörn Heise, Luca Seehafer und das liberale Urgestein Friedhelm Ackmann. Mit dem gleichen Personal, in leicht veränderter Reihenfolge, jedoch auch hier von Peter Lehmann angeführt, wollen die Liberalen für den Kreistag kandidieren.

Nach längerer Diskussion liegt nun auch das Wahlprogramm der FDP Bad Münder vor. Ganz obenan ein Gesamtpaket aus Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Verkehrsanbindung und Veranstaltungsmanagement. Das solle „ganzheitlich betrachtet“ werden, so Lehmann. Es gelte „das Erfolgsmodell vom Zusammenspiel von Ehren- und Hauptamtlichen“ auch in diesen Bereichen zu übernehmen. Ferner soll gleichfalls eine ganzheitliche Lösung für das Solebewegungsbad, das Kurmittelhaus und das ehemalige Kurhotel gefunden werden.

Neben einer „Testphase für neue Modelle in der Fußgängerzone“ plädieren die Liberalen für eine verbesserte Parkplatzsituation in der Innenstadt. Lehmann: „Möglicherweise bietet hier das bisherige Feuerwehrgrundstück Entwicklungsmöglichkeiten.“

Solide Finanzen, Zukunftsvertrag nicht infrage stellen, vorausschauende Gesamt-Investitionsplanung, die Stärkung des Gesundheitsstandortes, Klärung der Aufgaben der GeTour und eine neue Diskussionskultur im Sinne eines „offenen Bürgerdialogs“ sind weitere Hauptforderungen der münderschen FDP.

„Wir müssen“, so Lehmann, „Kritik parteiübergreifend als Basis des Fortschritts begreifen. Deshalb fordern wir offene Diskussion im Stadtrat und nicht hinter verschlossenen Türen im Verwaltungsausschuss.“

Anbindung an den Großraumtarif der Region Hannover, Vorrang von Kreisverkehren und entsprechender Umbau der Friedhofskreuzung, Ablehnung „ungerechtfertigter“ Tempo-30-Begrenzungen und Umweltschutz – der Katalog der Forderungen im Wahlprogramm der Liberalen ist breit gefächert.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare