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Freie Wählergemeinschaft will erneut kandidieren

HACHMÜHLEN. Sie wollen es noch einmal wissen: 127 Tage vor der Kommunalwahl am 11. September machen sich Hartwig Möller und Markus Thaler für eine Kandidatur ihrer freien Wählergemeinschaft für den Ortsrat Hachmühlen-Brullsen stark.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Ein Vorhaben, das bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren bereits Erfolg hatte: Aus dem Stegreif wurde die Wählergemeinschaft stärkste politische Kraft in der Ortschaft.

Dabei hat er, das stellt Thaler deutlich heraus, mit dem Begriff „Politiker“, selbst mit „Feierabendpolitiker“ so seine Probleme. „Interessenvertretung trifft es vielleicht eher“, sagt er. Nicht umsonst hätte er sich 2011 gemeinsam mit Möller zur Gründung der Freien Wählergemeinschaft entschlossen. Damals waren beide noch in unterschiedlichen Lagern angesiedelt: Möller als Mitglied der CDU-Ortsratsfraktion ohne CDU-Mitgliedschaft, Thaler als Mitglied der SPD-Fraktion ohne SPD-Parteibuch. Für engagierte Arbeit für den Ort, so ihre Auffassung, sei aber keineswegs die Nähe zu einer Partei notwendig. Und an dieser Auffassung halten sie auch nach fünf Jahren in der Wählergemeinschaft fest. „Für mich ist das das Modell, mit dem man vor Ort am meisten erreichen kann“, erklärt Möller. Erfahrungen hat er reichlich gesammelt. Als Ortsbürgermeister begleitete er an der Spitze des Ortsrates eine Entwicklung, die bei Amtsantritt für ihn noch nicht absehbar war: Die Schließung der Grundschule im Ort. „Das war ein herber Rückschlag. Aber bei allen Rückschlägen haben wir trotzdem etwas im Ort bewegt. Nicht alleine, denn ein Ortsrat kann alleine nichts bewegen – sondern in der Gemeinschaft mit Vereinen und Institutionen im Ort.“ Der Erhalt und die Sanierung der Sporthalle in Hachmühlen sei für ihn ein Thema, das wie kaum ein anderes für das stehe, was auf gemeinsamer Basis erreicht werden könne.

Und Möller sieht auch bereits andere Projekte, die der Begleitung durch den Ortsrat bedürfen. Die 800-Jahr-Feier 2017 zählt er dazu. „Kein Projekt, das ein Verein allein stemmen kann“, so seine Einschätzung. Über das ganze Jahr verteilt soll es mit Veranstaltungen begleitet werden, die Vorbereitungen sind bereits angelaufen.

Für die Wählergemeinschaft beginnt die neue Bewerbung um die Stimmen der Hachmühler und Brullser allerdings nicht mit der Aufstellung von Listen, sondern – wie vor fünf Jahren – mit dem Einwerben von Unterstützer-Unterschriften, um zur Wahl zugelassen zu werden. Um das Interesse der Einwohner abzufragen und auch weitere Mitstreiter zu gewinnen, soll am 19. Mai eine Informationsveranstaltung stattfinden.

„Fünf Jahre ist Wasser die Hamel runtergeflossen – aber ich bin optimistisch, dass wir wieder wie vor fünf Jahren eine große Zahl Interessierter hinter der Idee einer Freien Wählergemeinschaft versammeln können“, so Möller. „Es wäre schon schön, wenn die Liste voll wird. Dafür gehen wir jetzt Klinken putzen“, unterstützt ihn Thaler. Er hofft aber auch auf Meldungen Interessierter, denn: „Diejenigen, die von sich aus erklären, etwas für den Ort tun zu wollen, die brauchen wir.“ Die Versammlung beginnt am Donnerstag, 19. Mai, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Hachmühlen.

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