weather-image

Erfolgreich unbequem: proBürger tritt wieder an

BAD MÜNDER. „Es gibt noch unglaublich viele Dinge, die uns nerven.“ Helmuth Mönkeberg, Vorsitzender von proBürger, will die Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl im Herbst erneut in das höchste Gremium der Stadt führen.

270_008_7868540_lkbm_107_1005_proBuerger_im_Rat_1.jpg
Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

BAD MÜNDER. „Es gibt noch unglaublich viele Dinge, die uns nerven.“ Helmuth Mönkeberg sieht keinen Grund, warum er es nicht erneut tun sollte – erneut antreten, um sich in Bad Münder einzumischen, politisch mitzugestalten, im Rat auch unbequeme Fragen zu stellen, um die Stadt voranzubringen. Der Vorsitzende von proBürger will die Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl im Herbst erneut in das höchste Gremium der Stadt führen.

Derzeit ist proBürger mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten, neben Mönkeberg hat auch Sabine Sturm ein Ratsmandat. Und beide sehen in vielen Bereichen deutlichen Verbesserungsbedarf. Nicht einverstanden sind beide etwa mit der Politik, die in Bad Münder zur Ansiedlung und Standortsicherung von Unternehmen betrieben wird. „Wir haben es bei Fremy gesehen, dann auch bei der Akademie für Handrehabilitation: In beiden Fällen verabschieden sich Unternehmen aus der Stadt, weil sie keine geeignete Fläche oder Räumlichkeit finden. Und der Bürgermeister nutzt nicht einmal die Gelegenheit, die Politik darüber zu informieren und um Unterstützung zu bitten“, wettert Mönkeberg.

Die Standortsuche für einen neuen Aldi-Markt ist ein Thema, das proBürger ebenfalls nicht mit dem notwendigen Nachdruck begleitet sieht. Wenn das Areal neben dem Autohaus Speckin an der Rahlmühler Straße nicht in Frage kommt – dann müsse intensiv eine Ansiedlung im Gewerbegebiet Rahlmühler Straße angeschoben werden.

Auf der proBürger-Liste der Aspekte mit Verbesserungsbedarf findet sich Bekanntes wie die Situation des ehemaligen Kurhotels (Mönkeberg: „Wir sollten die Bude endlich mal zusammenschieben.“), die Dauer-Kritik an der GeTour („Leisten nicht, wofür sie bezahlt werden.“) und die Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Stadtmarketings und der Wirtschaftsvereinigung. Für letztere zeichnet nicht die mündersche Politik verantwortlich, Mönkeberg und Sturm würden sich dennoch mehr Engagement wünschen. Ein Beispiel? Sturm greift das der Diskussion um eine Öffnung der derzeitigen Fußgängerzone Marktstraße für den Fahrzeugverkehr während der Geschäftszeiten heraus. „Warum nicht einfach mal eine Testphase einläuten? Für drei Monate ausprobieren, dann die Ergebnisse auswerten“, unterstützt sie eine Forderung zahlreicher Geschäftsinhaber.

Als Stadtratsmitglieder fordern Mönkeberg und Sturm auch die stärkere Einbeziehung aller Ortsteile in die Außendarstellung Bad Münders. Das Deutsche Stuhlmuseum in Eimbeckhausen oder die Star Trek-Ausstellung in Bakede seien Pfunde, mit denen auch im touristischen Angebot der Stadt zu wenig gewuchert werde.

Dass sich Bad Münder touristisch im Weserbergland stark engagiere, schließe auch nicht aus, dass in einem anderen Bereich der enge Schulterschluss mit Springe gesucht werde. Der Bildungssektor ist für Mönkeberg so ein Bereich. „Hier muss ein Konzept auf den Tisch“, sagt er und regt an, das Gespräch mit dem neuen Springer Bürgermeister zu suchen.

Positive Entwicklungen will proBürger auch weiterhin begleiten. Der Bürgerbus sei so ein Projekt, gespannt werde der Start erwartet. „Wenn dann noch endlich der Großraumtarif für die S-Bahn kommt, sind wir im Nahverkehr ein deutliches Stück weiter.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare