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Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl im September laufen an

Die Ruhe vor dem Sturm

BAD MÜNDER. Bis zur Kommunalwahl dauert es keine zwei Monate mehr, und die Verantwortlichen der antretenden Parteien erwachen so langsam aus dem Sommerschlaf. Das Planen der Infoveranstaltungen, Plakate drucken und aufhängen und sogenannte Giveaways organisieren. Doch noch geben sich die Fraktions-Chefs gelassen.

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Autor:

von jennifer minke-beil

Das Plakatieren ist offiziell seit vergangenem Montag erlaubt, sagt der Städtische Oberrat Marcus Westphal. Die Anfragen seien auch bereits bei der Stadt Bad Münder eingegangen und seien bald bewilligt. SPD-Stadtverbandsvorsitzender Uwe Nötzel berichtet, dass für die SPD auch bereits die ersten 50 Plakate gedruckt seien. Neben den allgemeinen Themenplakaten stehen die antretenden Ortsbürgermeister im Fokus. Die ersten Plakate sollen in den kommenden Tagen auch im Stadtgebiet aufgehängt werden, sagt er. Wichtig sei, dass die Wähler wissen, was am 11. September ansteht und dass sie zur Wahl gehen. Für die Infoveranstaltungen sollen auch kleine Geschenke bereit liegen.

Giveaways gehören dazu – sind aber nebensächlich

Die Giveaways sollen zwar keinen breiten Raum einnehmen, aber verdammen wolle er sie auch nicht. Allerdings soll es sich bei den Produkten um Nützliches handeln. Auch größere Veranstaltungen hat die SPD geplant: Dazu gehören etwa ein Familienfest und eine Informationsveranstaltung mit Gabriele Lösekrug-Möller.

Das Plakate-Aufrüsten in Hannover, das seit vergangener Woche zu beobachten ist, kann CDU-Stadtverbandsvorsitzender Hans-Ulrich Siegmund nicht verstehen. „Acht Wochen vor der Wahl finde ich das zu früh.“ Die fünf Großflächenplakate sollen erst im August angebracht werden. Ansonsten soll vor allem Petra Joumaah als Ortsbürgermeisterin auf den Plakaten erscheinen. Er zählt auf Präsenz und Gespräche an den Infoständen in Bad Münder, Eimbeckhausen und Bakede. Außerdem veranstaltet die CDU das traditionelle Pufferbacken und das Weinfest. Dort sollen auch kleine Geschenke wie Einkaufswagen-Chips, Gummibärchen, Luftballons und Kugelschreiber verteilt werden.

Ein Faltblatt mit den Wahlkampfthemen verschicken die Grünen an alle Haushalte in Bad Münder. Darin werden auch die Kandidaten vorgestellt. „Außerdem ist es wichtig, dass unsere Internetseite auf Vordermann gebracht wird“, sagt Grünen-Chef Helmut Burdorf. Dort sollen etwa die Bilanzen der vergangenen fünf Jahre vorgestellt werden. Luft nach oben sei noch beim Einsatz von sozialen Medien. Plakate will die Partei an 40 verschiedenen Stellen im Stadtgebiet mit den dazu gehörenden Ortsteilen installieren. Sonnabends werden er und seine Mitstreiter in der Fußgängerzone in Bad Münder ihre Themen vorstellen und dabei auch „den ein oder anderen Luftballon oder kleine Windräder“ für Kinder verteilen.

Auch bei der FDP setzen sie bei der Plakatierung auf den richtigen Zeitpunkt, so Peter Lehmann. „Wir wollen nicht die Orte damit zustopfen.“ Auch auf großflächige Plakate will seine Partei weitestgehend verzichten. Nur zwei Stück vom Landesverband soll es geben. Das Internet spielt bei der FDP dagegen eine wichtige Rolle: Die Wähler sollen stets auf die Homepage verwiesen werden, auf der das Wahlprogramm dargelegt ist.

Der Verein pro Bürger um den Vorsitzenden Helmuth Mönkeberg will bei der Kommunalwahl auch möglichst viele Stimmen für sich verbuchen. Auch wenn hier die Parteispenden fehlen, werde es Plakate geben – 25 Stück seien geplant. Man müsse schließlich die antretenden Gesichter zuordnen können. Die Internetseite wird Sabine Sturm pflegen und immer alle Neuigkeiten einpflegen.

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