weather-image
Land fördert Umgestaltung von Bahnhofsvorplätzen / Stadt prüft Förderantrag für Springe

ZOB könnte bald in neuem Glanz erstrahlen

Springe (mf). Die Stadt will möglicherweise schon bald die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Angriff nehmen. Hintergrund: Das Land Niedersachsen hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass es in den kommenden fünf Jahren 100 Millionen Euro für ein neues ÖPNV-Förderprogramm bereitstellen will.

So könnte die Umgestaltung aussehen: P+R-Parkplätze auf beiden S

Nach Einschätzung von Bürgermeister Jörg-Roger Hische bietet sich Springe dadurch die einmalige Chance, das ehrgeizige Projekt endlich umzusetzen. Schließlich liegen die Pläne schon seit fünf Jahren fertig in der Schublade. Im Jahr 2004 hatte die Region Hannover in zehn Städten Studien zur Verbesserung des Bahnhofsumfeldes erstellen lassen.

Die Pläne für Springe, die später offiziell vom Rat abgenickt wurden, sehen unter anderem eine völlige Neugestaltung des ZOB als von Bäumen gesäumte Fläche vor. Im westlichen Teil sind Park- und Bushalteflächen vorgesehen, für den östlichen Teil in Richtung Bahnhofstraße hatten die Städteplaner einen „Neubau mit integrierten Serviceangeboten“, beispielsweise einem Kiosk oder Imbiss, vorgeschlagen.

Weitere Parkplätze sollten den Überlegungen zufolge an der Industriestraße, der Bürgermeister-Peters-Straße und an der Friedrich-Bähre-Straße entstehen. Die vorhandenen Geräte- und Lagerschuppen neben dem Bahnhofsgebäude sollen schließlich etwa 65 Stellplätzen für Autos weichen.

„Man könnte dieser Grundlage aufbauen“, sagt Planungsamtsleiterin Susan Demelius. Die Verwaltung will das Thema im nächsten Bauausschuss beraten lassen.

Bislang scheiterte eine Umsetzung am fehlenden Geld. In der Vergangenheit wurden vom Land ausschließlich der Neu- und Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur gefördert. Für die Erneuerung vorhandener Anlagen waren die Eigentümer, zumeist Kommunen, selbst verantwortlich. Aufgrund der überwiegend angespannten Lage vieler Gemeinden wurden oft nur die nötigsten Arbeiten durchgeführt, sodass die Anlagen „häufig wenig einladend auf Fahrgäste wirkten“, wie das Wirtschafts- und Verkehrsministerium einräumt. Das nun aufgelegte Programm gewähre erstmals Unterstützung bei der Grunderneuerung von zentralen Omnibusbahnhöfen und Bahnhofsvorplätzen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare